1860-Sportchef vor dem Club-Spiel

Poschner hat Respekt vor Augsburg und Ingolstadt

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1860-Sportchef Gerhard Poschner hat Respekt vor der bayerischen Konkurrenz.

München - Vor dem Derby beim Club in Nürnberg spricht Gerhard Poschner über den aktuellen Punktestand, die bayerische Konkurrenz und die Löwen-Versicherung Rubin Okotie.

Punkte müssen her - und zwar möglichst schon am Montagabend beim bayerischen Derby in Nürnberg (im Live-Ticker). "Wir haben sechs Punkte zu wenig auf dem Konto", gibt 1860-Sortdirektor Gerhard Poschner im Interview mit Sport1 zu. "Mit 21 Zählern wären wir in einem Bereich, wo wir ruhiger arbeiten könnten, was für den Verein so dringend notwendig wäre. 15 Punkte sind definitiv zu wenig."

Aktuell liegen die Löwen auf Rang 16, dem Relegationsrang zur 3. Liga. Ob Poschner da Angst vor dem Abstieg hat? "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich hätte nie Angst. Angst gehört zum Leben, aber dass wir absteigen, davor habe ich keine Angst." Optimismus verbreitete er zuvor auch schon im Interview mit dem Kicker.

Fast schon neidisch könnte man als 1860-Fan in Richtung der bayerischen Konkurrenz blicken. Mittlerweile wurde Sechzig vom FC Augsburg und sogar dem FC Ingolstadt überholt. Doch Poschner beschwichtigt: "Wenn jemand keinen Neid empfindet, heißt das nicht, dass er keinen Respekt empfindet. Die beiden Klubs stehen zu Recht da, wo sie jetzt stehen. Ich habe Respekt vor dem FCA und dem FCI, dass die ihr Ding so durchziehen. Auch in schwierigen Phasen haben diese Vereine die Ruhe bewahrt und das ist auch unser Ziel. Wenn man von etwas überzeugt ist, dann darf man nicht panisch werden, um die Bedürfnisse von Kritikern zu erfüllen. Man braucht Geduld."

Der FCA hat bereits das erreicht, was sich die 1860-Fans träumen. Und der FCI ist auf dem besten Wege dorthin. Aber vom Aufstieg redet an der Grünwalder Straße ohnehin momentan niemand. Poschner sagt sogar: "Wir als Verein haben nie den Aufstieg als Ziel ausgegeben, sondern wir wollten besser abschneiden als im letzten Jahr mit Platz sechs und daran glaube ich nach wie vor."

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Helfen, das Löwen-Boot wieder in ruhigere Fahrwasser zu bewegen, soll/muss Rubin Okotie. Der ist aktuell leider verletzt, soll aber lange bei Sechzig bleiben. An Interessenten dürfte es nach seinen bisherigen Auftritten nicht mangeln. "Unser Wunsch ist, dass Rubin noch sehr lange für 1860 spielt", stellt Poschner klar. "Natürlich kann man im Fußball nichts ausschließen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass Rubin bei uns bleibt. Es sei denn Real Madrid oder Manchester United klopfen an (lacht). Rubin weiß, was er an uns hat."

fw

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