Kaiserslautern kann kommen

1860-Stammelf steht: Das sind die Gewinner

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Drei Mann für die erste Löwen-Elf: Daniel Adlung (l.), Julian Weigl (hinten) und Ilie Sánchez (r.).

München - Knapp eine Woche vor dem ersten Saisonspiel steht die Startformation des TSV 1860 so gut wie fest. Wir zeigen, welche Spieler zu den Gewinnern der Vorbereitung gehören.

So schnell lösen sich viele Fragen von ganz allein. Durfte man bis vor Kurzem noch etliche Varianten durchspielen, mit welcher Anfangsformation die Löwen am kommenden Montag wohl auf dem Lauterer Betzenberg aufkreuzen würden, ist sechs Tage vor dem Anpfiff so gut wie alles klar. Aus Verletzungsgründen, wegen Trainingsrückständen und Formschwächen hat sich jetzt bereits eine Elf herauskristallisiert, an der Trainer Ricardo Moniz quasi nicht vorbeikommt.

Tor: Lange hatte Moniz ein Geheimnis daraus gemacht, wer die Nummer eins sein würde. Zwischendurch lobte er das Eigengewächs Vitus Eicher, der eigentlich zwecks Spielpraxis ausgeliehen werden sollte, in den höchsten Tönen, Neuzugang Stefan Ortega hatte schon früh seine Ansprüche auf die Nummer eins öffentlich kundgetan – und am Ende ist es dann doch wieder der alte Király. Der 38-jährige Ungar hat sich erneut durchgesetzt, daran ändert auch sein böser Patzer nichts, der beim 2:3 gegen Cardiff zu einem Gegentor führte.

Rechter Verteidiger: Die Position, die Moniz nach wie vor zum Grübeln bringt. „Ich habe zwar mehrere Möglichkeiten“, sagte er, „aber eben keinen, der heraussticht“. Schwabl wurde ausprobiert, sowie Volz (kommt wegen einer Verletzung gegen Lautern nicht infrage), Wojtkowiak und Steinhöfer. Da sich Wojtkowiak am Samstag beim 2:0 gegen Stoke City eine Muskelblessur im Oberschenkel zugezogen hat, darf wohl Steinhöfer, der auch am offensivstärksten ist, am Montag ran.

Innenverteidigung: Kai Bülow ist am Sprunggelenk lädiert, und erschien am Sonntag auf Krücken zum Fanfest, Neuzugang Gary Kagelmacher hat wegen einer Wadenverletzung erheblichen Trainingsrückstand, da bieten sich Gui Vallori und Christopher Schindler an. Aber auch aufgrund ihrer Leistungen. Vallori, der eigentlich abgegeben werden sollte, hinterließ gegen Stoke einen ganz starken Eindruck, und Christopher Schindler spielte in der Vorbereitung konstant stark, heimste dafür von Sportchef Gerhard Poschner ein Extralob ein für seine „tolle Entwicklung“.

Senkrechtstarter bei 1860: ­Maximilian Wittek.

Linker Verteidiger: Diese Position hat sich ein 18-jähriger Freisinger gekrallt: Maximilian Wittek, von kleinauf ein Blauer. Offensivstark, frech, im Defensivverhalten noch ein bisschen ausbaufähig. Für Sebastian Hertner bleibt da nur die Bank.

Mittelfeld: Der eingespielteste Mannschaftsteil: Ilie Sánchez, Edu Bedia und Julian Weigl wurden von Moniz ganz häufig gemeinsam gebracht. Das wird auch gegen Lautern der Fall sein. Yannick Stark muss sich hinten anstellen. Sein Vorteil: Er kann jede Position des gesetzten Trios problemlos ausfüllen. Dominik Stahl, ein klassischer Sechser, muss wegen seiner Knieverletzung noch einige Wochen warten.

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Rechts offensiv: Marin Tomasov erhielt viele Chancen, er nutzte sie aber nicht. Daniel Adlung, der im Trainingslager in Bad Häring wegen einer Verletzung kürzertreten musste, hat auf der Zielgeraden die Nase vorn. Nicht nur wegen seines herrlichen Treffers gegen Stoke. Neuzugang Daylon Claasen kam bisher noch nicht in die Gänge. Der Brasilianer Leonardo ist noch nicht voll belastbar und kann erst in einigen Wochen richtig Druck machen.

Linksaußen: Hier ist Bobby Wood quasi ohne Konkurrenz. Nicht nur mangels Alternativen, sondern auch dank seiner starken Auftritte. Versuche mit Tomasov brachten auch auf dieser Seite wenig.

Sturmzentrum:  Rubin Okotie ist vorläufig gesetzt. Der Österreicher hat hart an sich gearbeitet und kommt immer besser in Schwung. Auffällig aber: sein Pech beim Abschluss. Dahinter steht mit Marius Wolf derzeit nur ein 18-jähriger Youngster zur Verfügung, da Stephan Hain (Knochenödem) noch mehrere Wochen ausfällt. Aber ein weiterer Angreifer soll ja noch verpflichtet werden. Sportchef Posch­ner erklärte am Sonntag: „Wir holen noch einen. Aber es wäre Quatsch, wenn jetzt jemand glaubt, wir verpflichten einen tollen Namen, und der gewinnt dann alle Spiele. Uns kann auch einer weiterhelfen, den bisher gar niemand kennt…“

tz

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