Karriere-Sprünge  bei den Löwen

1860-Tainerbank: Und wann muss Bierofka ran?

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Daniel Bierofka beendete im Sommer 2014 seine aktive Karriere. Er wurde zunächst U16-Trainer, jetzt ist er Chef-Coach der U23.

München - Seit dem Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2004 haben die Löwen satte sieben Mal einen Coach aus der zweiten Reihe auf die Cheftrainer-Bank befördert.

Der TSV 1860 hat ja nicht mehr viel, auf das er stolz sein darf – die gute Jugendarbeit gehört dazu. Und immer wieder, auch bei der DFL-Zertifizierung (drei Sterne!), fällt der Satz: „Die Durchlässigkeit vom Jugend- zum Lizenzspielerbereich ist außergewöhnlich hoch.“ Neuerdings auch im Trainerbereich.

Markus von Ahlen fing als U 21-Coach an, wurde dann Co-, Interims- und Cheftrainer. Torsten Fröhling überspringt lediglich die Co-Trainerstufe (Interimslösung war er nur von Faschingsdienstag, 16.30 Uhr, bis Aschermittwoch, 12.30 Uhr).

Das sind zwar die aktuellsten Beispiele, doch seit dem Abstieg aus der 1. Liga anno 2004 kam die bei Fans und Medien sogenannte Billiglösung noch viel öfter zum Einsatz:

  • Am 05.12.2004 wurde Reiner Maurer zum Cheftrainer ernannt, nachdem Rudi Bommer entlassen wurde. Maurer war zuvor Co-Trainer.
  • Am 18. März 2007 musste Walter Schachner vorzeitig gehen. Sein Nachfolger wurde Marco Kurz, damals Trainer von 1860 II.
  • Am 24. Februar 2009 wurde Kurz selbst beurlaubt. 1860 ernannte seinen bisherigen Co-Trainer Uwe Wolf zum neuen Chefcoach.
  • Am 18. November 2012 musste Reiner Maurer die Trainerbank räumen. Es kam Alexander Schmidt, der damalige Trainer der zweiten Löwen-Mannschaft.
  • Am 07. April 2014 wurde Markus von Ahlen vom Trainer der zweiten Mannschaft zum Coach der Profis ernannt, nachdem Friedhelm Funkel gehen musste. Nach der Beurlaubung von Ricardo Moniz am 23.09.2014 wurde er vom Co- und Cheftrainer befördert - und fest installiert.

Jetzt traf es also Torsten Fröhling. Er stieg am Mittwoch vom U23-Trainer zum neuen Chefcoach der 1860-Profis auf. Er ist somit der siebte Übungsleiter seit 2004, der ins erste Glied rückt.

Alle Löwen-Trainer seit Werner Lorant

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Und die Beispiele Daniel Bierofka und Collin Benjamin zeigen jetzt, dass bei einem Verein wie dem TSV 1860 erstaunliche Karrieren sogar im Zeitraffer möglich sind. Ex-HSV-Profi Benjamin kam zur Zeit von Sportchef Florian Hinterberger als Spieler, brachte es auf 18 Zweitliga-Einsätze (Saison 2011/12), absolvierte später ein Praktikum im Nachwuchsleistungszentrum, wurde Co-Trainer der U 21 und arbeitet künftig in gleicher Funktion bei den Profis.

Und Bierofka? Der Ex-Kapitän beendete am Ende der letzten Saison seine aktive Karriere, wurde nahtlos U 16-Trainer – und ist jetzt bereits bei der U 21 gelandet (zusammen mit Jürgen Wittmann). Ob er der Nächste ist, der die Löwen retten muss?

ulk/fw

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