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1860 und BVB: Gemeinsam gegen die Neureichen

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Rukavina Bender
Sven Bender (20, links) bekommt beim BVB einen Vierjahresvertrag. Dafür bleibt Antonio Rukavina (25) bei den Löwen. © TSV 1860

München - Noch sechs Tage bis zum Trainingsstart und endlich gibt’s wieder Fakten bei 1860. Am Donnerstag um 13.28 Uhr wurde offiziell: Die Löwen und Borussia Dortmund tauschen Mittelfeldtalent Sven Bender (20) und Leih-Rechtsverteidiger Antonio Rukavina (25).

 „Wir wollten Toni unbedingt behalten und sind glücklich, dass es geklappt hat“, sagte Manager Miki Stevic zur tz. „Sven wünsche ich alles Gute in Dortmund, das ist ein großer Schritt für seine Karriere.“ Rukavina, der seit dem 2. Februar an die Löwen ausgeliehen war und beim BVB noch einen Vertrag bis 2012 besaß, wird bei 1860 einen Dreijahresvertrag unterschreiben, Bender, der in Giesing bis 2011 gebunden war, in Dortmund für vier Jahre unterzeichnen.

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Geld soll (noch) nicht fließen. „Der Status Quo ist pari. Auf Sicht können beide Seiten ­Boni erzielen.“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zur tz. Denkbare Beispiele: Sollte 1860 aufsteigen, wird ein Obulus an Dortmund fällig, sollte Bender auf eine gewisse Anzahl von Pflichtspiel-Einsätzen kommen, fließt Geld nach München. Watzke spricht von einer „Win-win-Situation. Wir Traditionsvereine müssen gegen die Neureichen zusammenhalten. Mit Toni bekommen die Löwen einen erstklassigen Mann, der bei uns Patrick Owomoyela vor der Nase hat. Wir bekommen mit Sven Bender einen Perspektivspieler, der uns sicher noch weiterhelfen wird.“

Überdies tritt der BVB laut Watzke im nächsten halben Jahr zu einem Freundschaftsspiel in der Allianz Arena an. „Sechzig trägt die Kosten und bekommt die Einnahmen“, so Watzke.

Erledigt hat sich für 1860 die Personalie Thomas Zdebel. Der 36-Jährige Mittelfeldstratege hängt in Leverkusen noch ein Jahr dran. „Ich habe Miki Stevic am Donnerstag mitgeteilt, dass Thomas vom Markt ist“, sagte Berater Kon Schramm zur tz. Als bislang bestätigte Kandidaten für die gesuchte Position des „Sechsers“ bleiben also nur noch Grigorios Makos (22) vom Ex-Lienen-Klub Panionios Athen und Goran Sukalo (27) vom Zweitliga-Konkurrenten TuS Koblenz. „Nächsten Donnerstag ist Trainingsauftakt in Koblenz, danach gibt es vielleicht Neuigkeiten“, sagte Sukalo zur tz.

Gefallen an 1860 zeigt derweil auch Didi Hamann (35, Manchester City). Die Löwen seien „ein toller Verein, der in die 1. Liga gehört. Ich könnte mir das gut vorstellen und will noch zwei Jahre spielen“, biedert sich der Ex-Bayer via kicker an. Von 1860 gibt es zum Thema Hamann kein offizielles Statement. Es bestünde kein Kontakt zum Ex-Nationalspieler, verlautete aus der Geschäftsstelle. Nach tz-Informationen wird eine Verpflichtung intern als sehr unrealistisch eingeschätzt.

Ludwig Krammer

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