Heimschwache Löwen im freien Fall

Von Ahlen: "Ich bin von meiner Arbeit überzeugt"

München - Beim TSV 1860 bleibt nach der Winterpause alles wie gehabt. Torjäger Rubin Okotie trifft, die Löwen verlieren und die Krise spitzt sich weiter zu.

Alles sollte ganz anders werden bei 1860, wieder einmal. Und wieder einmal war nichts davon zu sehen. Sportdirektor Gerhard Poschner hatte noch lauthals angekündigt, wer in München künftig etwas holen wolle, solle zum Viktualienmarkt gehen. Doch nach dem 1:2 (1:0) gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim standen Ratlosigkeit und Fassungslosigkeit in die Gesichter der Löwen geschrieben. Jeder zarte Hauch einer Trendwende war wie weggefegt, die Abstiegsangst zurück.

„Wir sind schlecht in die Saison gestartet und es zieht sich wie ein roter Faden durch. Das kriegen wir einfach nicht weg“, klagte nach dem verpatzten Auftakt in die Restsaison Trainer Markus von Ahlen, der mehr denn je unter Druck steht. Noch hat der 44-Jährige Rückendeckung, doch schon eine weitere herbe Niederlage am Sonntag bei Darmstadt 98 könnte Folgen haben. „Ich bin von meiner Arbeit überzeugt“, sagte er am Montagabend. Auch Sportchef Gerhard Poschner, der nach dem Spiel konsterniert wirkte, stärkte dem Trainer den Rücken: " Von Ahlen sitzt auch am Sonntag in Darmstadt wieder auf der Bank."

Die Arbeit des Löwen-Trainers, die Ende September nach der Trennung von Ricardo Moniz begann, hat die Sechziger auf Relegationsrang 16 und zu elf Zählern in 13 Spielen geführt. Drei Siege waren darunter, der letzte gelang am 22. November 2014 bei Union Berlin (4:1).

In den sechs Begegnungen danach gab es zwei Remis und vier Pleiten. Die Löwen sind die schlechteste Heimmannschaft, holten aus zehn Partien nur einen Sieg bei sechs Pleiten und einem Torverhältnis von 9:16. Auffällig auch: Gegen die drei Aufsteiger holten die Löwen in der Arena nur einen Punkt. Sechzig ist jetzt punktgleich mit dem Tabellenletzten FC St. Pauli. Die Horrorvorstellung von der Drittklassigkeit nimmt stetig Gestalt an. „Wir haben schon schwere Momente gemeistert. Ich bin sicher, dass das die Mannschaft auch diesmal wieder schafft“, sagte von Ahlen.

Fast nur Vierer & Fünfer! Bilder und Noten zur 1860-Heimpleite

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Sein Team hatte zunächst ermutigende Anzeichen gesendet und verdient durch das 13. Saisontor von Rubin Okotie (29., Handelfmeter) vorne gelegen. Okotie hat im Übrigen mehr als die Hälfte aller Löwen-Treffer erzielt. Dann aber folgte der Rückfall. Passivität, unnötige Fouls, Hilfslosigkeit, Gegentore. Erst fiel der Ausgleich durch Heidenheims Tim Göhlert (54.), dann sah der Spanier Ilie Sanchez die Ampelkarte (64.) und Florian Niederlechner (66.) machte das 2:1 für die Gäste.

„Ich verstehe es nicht“, rätselte Verteidiger Gary Kagelmacher, „wir kontrollieren die erste Halbzeit, und dann verlieren wir die Konzentration und machen solche Fehler. Vielleicht ist es ein mentales Problem. Wir müssen aufwachen und zwar verdammt schnell.“ Mittelfeldakteur Daniel Adlung blieb nur ein trotziger Blick aufs Wochenende: „In Darmstadt müssen wir jetzt punkten. Fertig. Aus.“

Drei Punkte gegen einen Aufsteiger - das gelang den Löwen in dieser Saison noch nicht. Am kommenden Wochenende ist dafür die letzte Gelegenheit in dieser Spielzeit...

Bilder: Löwen-Training nach der Heidenheim-Pleite

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SID

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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