Was der Neuzugang sagt

Okotie: So kam es zu meinem Wechsel

+
Gleich angetan von den Löwen: Stürmer Rubin Okotie.

Waidring - Na also: Der erste von zwei neuen Stürmern, mit denen der TSV 1860 in die kommende Saison starten will, ist da. Doch Rubin Okotie ist ein sehr spezieller Stürmer.

Er heißt Rubin Okotie, ist fünffacher österreichischer Nationalspieler und nahm am Mittwoch bereits zum ersten Mal am Training der Löwen in Waidring teil. „Rubin weiß, wo das Tor steht“, nannte Sportchef Gerhard Poschner als Grund, warum man sich für den 27-jährigen Angreifer, dessen Vorbild der Brasilianer Ronaldo ist, entschieden hat. Bewiesen hat Okotie das immerhin in den vergangenen Monaten wieder, als er den dänischen Erstligisten Sønderjysk Elitesport mit elf Treffern in fünfzehn Spielen vor dem Abstieg gerettet hat. Dorthin war er ausgeliehen worden von Austria Wien, die ihn jetzt nach München ziehen ließ.

„Vor zwei Wochen“, so Okotie, „gab es in Salzburg bei einem Treffen mit Poschner den ersten Kontakt und ich habe gern zugesagt.“ Obwohl es durchaus auch Angebote von dänischen Spitzenvereinen und anderen Interessenten gegeben hat. Okotie aber zog die Löwen vor, denn: „Sechzig ist ja kein normaler Zweitligist.“

München ist die zweite Station in Deutschland für den in Pakistan geborenen Sohn einer Österreicherin und eines Nigerianers. „Mein Vater war geschäftlich viel unterwegs“, erklärt er den ungewöhnlichen Geburtsort, „danach haben wir noch vier Jahre in Barcelona verbracht.“ Beim 1. FC Nürnberg wagte Okotie im Sommer 2010 den Sprung in die erste Bundesliga. Aber ständiges Verletzungspech – unter anderem einen Knorpelschaden im Knie – ließen ihn lange nicht auf die Beine kommen. Für Nürnberg bestritt er nur vier Punktspiele, danach wurde er nach St. Truiden in Belgien ausgeliehen, anschließend ging es zurück nach Österreich zu Sturm Graz und Austria Wien.

Okotie und Kagelmacher machen bei 1860-Training mit

Okotie und Kagelmacher machen bei 1860-Training mit

Die erfolgreiche Zeit in Dänemark aber hat ihm wieder Mut gemacht. „Dank der Zusammenarbeit mit meinem Privattrainer Heinrich Bergmüller, der auch Hermann Maier und Maria Höfl-Riesch betreut hat, bin ich jetzt wieder auf einem ganz anderen körperlichen Level“, sagt Okotie. Trainer Ricardo Moniz kann diese Ansicht nicht ganz teilen und glaubt, dass er mit dem Angreifer noch viel Arbeit vor sich hat: „Nach dem Eindruck vom ersten Training weiß ich nicht, ob Rubin schon beim nächsten Testspiel am Samstag in Lustenau zum Einsatz kommt. Er ist noch weit weg von fit.“ Und Moniz weiß auch: „Rubin war oft ein etwas schwierigerer Typ. Solche Leute wieder in Spur zu bringen, ist eine Herausforderung.“

Da warten wohl noch harte Wochen auf den Österreicher. Privat dagegen ist er jetzt schon rundum glücklich. Okotie: „Meine Verlobte Vanessa erwartet im September unser erstes Kind, es wird ein Sohn, und den Heiratsantrag habe ich ihr auch schon gemacht.“

tz

auch interessant

Meistgelesen

Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Keine Einigung mit Forren - Gustavo fliegt mit nach München
Wintertransfers: 27 Neue, aber nur wenige Volltreffer
Wintertransfers: 27 Neue, aber nur wenige Volltreffer
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Warten auf die Neu-Löwen - und was macht die 1860-Konkurrenz?
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde
Aigner: Keine Angst vor der Rückrunde

Kommentare