Warum er guter Dinge fürs Düsseldorf-Spiel ist

Fröhling: "Die Jungs sind jetzt etwas aufrechter!"

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1860-Trainer Torsten Fröhling.

München - Der späte Sieg über den VfL Bochum soll den Löwen neuen Schwung geben. Können sie in Düsseldorf am Samstag nachlegen? Trainer Torsten Fröhling glaubt daran.

Natürlich war die Bayern-Gala gegen Porto am Mittwoch auch beim TSV 1860 ein Thema. Was die um die Zweitklassigkeit bangenden Löwen von ihrem Weltklasse-Nachbarn lernen könnten, wurde Trainer Torsten Fröhling nach dem vormittäglichen (eher weniger an Bayern erinnernden) Flankentraining gefragt.

Antwort 1: „Dass es erst zu Ende ist, wenn es zu Ende ist.“

Antwort 2: „Ich fand’s von Thomas Müller interessant, wie er vor dem Spiel gesagt hat, es sei doch ganz normal, dass man zu Hause mit zwei Toren Unterschied gewinnt. Das ist Selbstvertrauen!“

Vom roten „mia-san-mia“ sind die Sechziger weit entfernt. Am Samstag in Düsseldorf wird die Mannschaft den achten Versuch in dieser Saison unternehmen, einem Sieg einen weiteren Dreier folgen zu lassen. Der jüngste Anlauf nach dem 3:0 in Fürth endete mit dem 1:1 gegen Aalen unbefriedigend, es folgten die Pleiten gegen Aue (0:1) und Braunschweig (0:2).

Was dieses Mal Besserung verspricht? „Ich hoffe, das dieser schwer erkämpfte Sieg gegen Bochum ein Brustlöser ist“, sagte Fröhling. „Ein bisschen aufrechter sind die Jungs jetzt schon im Training. Wir haben ein Lebenszeichen versandt. Aber wir wissen auch, dass 29 Punkte am Ende nicht reichen werden, um die Klasse zu halten.“ Sechs, sieben, acht mehr sollten’s schon sein.

Ob’s für Rubin Okotie reicht, mit nach Düsseldorf zu fahren, ist weiterhin offen. Gestern machte der von seiner Knieverletzung genesene Stürmer die komplette Vormittagseinheit mit, am Nachmittag schonte ihn Fröhling. „Schauen wir mal, wie sich Rubin Ende der Woche fühlt“, erklärte der Coach. „Es kann auch sein, dass er in ein Loch fällt. Aber wenn er so trainiert wie am Dienstag, warum soll ich ihn dann nicht mitnehmen? Wenn Rubin schmerzfrei ist, dann ist er immer eine Option.“

Die Löwen klammern sich an jeden Strohhalm, der Gegner kann derweil schon die Weichen für die neue Saison stellen. Erwin „Jimmy“ Hoffer und Bruno Soares dürfen sich einen neuen Verein suchen, ob Düsseldorf-Urgestein Andreas „Lumpi“ Lambertz einen neuen Vertrag erhält, ist ungewiss. Die sportliche Gegenwart rückt dabei möglicherweise in den Hintergrund. Düsseldorf steht dort, wo die Sechziger nie mehr hinwollten und jetzt gerne wären. Traumziel Niemandsland.

lk

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