Wie geht es weiter mit Wolf?

Fröhling: "Wenn einer nicht weiter bei uns spielen will..."

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Hat es aktuell nicht leicht: Marius Wolf (mit Daylon Claasen auf den Schultern) konnte sich bislang noch nicht zu einer Vertragsverlängerung bei Sechzig durchringen.

München - Das Thema Marius Wolf beschäftigt die Löwen auch nach der Transferperiode. Trainer Torsten Fröhling sieht den Youngster als zentrale Figur, doch seine Geduld ist endlich.

Wann greift Marius Wolf endlich zum Stift? Auch am Tag nach Schließung des Transferfensters hat der Sechzig-Youngster den angebotenen Vertrag inklusive Aufstockung der Bezüge noch nicht unterschrieben. Mindestens bis zur Winterpause bleibt der 20-Jährige den Löwen erhalten. 

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Doch Torsten Fröhling zweifelt, ob er auf einen Spieler setzen sollte, der sich womöglich nicht zu hundert Prozent auf die Giesinger konzentriert. "Ich möchte die Spieler voranbringen, die in den nächsten zwei, drei Jahren wichtig sind. Wir wollen um Talente wie Marius eine Mannschaft aufbauen", unterstreicht er die für Wolf angedachte Rolle. Der Trainer stellt aber auch klar: "Wenn einer nicht weiter bei uns spielen will, muss ich eben auf einen anderen setzen - ganz einfach."

Schon die Reise nach Bochum hatte Fröhling Wolf wegen dessen nicht geklärter Zukunft verwehrt. Der aktuelle Vertrag läuft noch ein Jahr – eine Verlängerung soll bislang an der von Sechzig geforderten Ausstiegsklausel scheitern. "Er möchte ja bei uns bleiben. Marius soll unterschreiben und dann ist alles gut", hofft der Trainer auf eine schnelle Vollzugsmeldung: "Sonst hat er den Kopf nicht frei. Bei uns wird er auch nicht verhungern - selbst wenn das Brot teurer wird."

Fröhling vergleicht Wolf mit Bayerns Kurt

Finanziell können die Löwen sicher nicht mit den kolportierten Angeboten aus Mönchengladbach, Bremen und Mainz mithalten. Doch Geld ist auch im Profi-Fußball nicht alles – das verdeutlicht Fröhling ausgerechnet an einem Beispiel vom roten Stadtrivalen: "Nehmen wir Sinan Kurt. Dessen Vertrag läuft auch irgendwann einmal aus, wenn er sich nicht weiterentwickelt und nicht spielt. So ist es auch bei Marius. Wenn er wechselt, verdient er vielleicht ein paar Jahre gutes Geld - aber danach möglicherweise nichts mehr."

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Dabei weiß Fröhling auch, dass dem TSV der Schritt weg vom Ausbildungsverein kaum auf die Schnelle gelingen wird: "Wenn einer in drei Jahren so gut ist, dass Borussia Dortmund kommt, legen wir ihm keine Steine in den Weg." Aber vorher sollen die Talente wie Wolf den Blauen zum dringend notwendigen Aufschwung verhelfen.

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