Sandhausen der Gruselgegner für 1860-Trainer

Fröhling mahnt: Glück reicht nicht gegen SVS

München - Der SV Sandhausen ist der absolute Gruselgegner für die Trainer des TSV 1860. Gleich zweimal war der SVS das Zünglein an der Waage. Coach Fröhling mahnt.

Die Löwen gegen den SV Sandhausen – da ist absolute Vorsicht geboten. Vor allem bei den Trainern des TSV 1860. Zwei Niederlagen gab es in den bisherigen fünf Aufeinandertreffen mit dem Nobody aus der Kurpfalz und nach jeder musste der jeweilige Löwen-Trainer seinen Arbeitsplatz an der Grünwalder Straße räumen. Im September vergangenen Jahres erwischte es Ricardo Moniz nach einem 0:1 in Sandhausen – inklusive grauenhaftem Auftritt. Und im August 2013 war für Alexander Schmidt nach einer 0:2-Heimpleite gegen Sandhausen – inklusive grauenhaftem Auftritt – Schluss mit lustig. Klingt richtig gruselig. Dass Torsten Fröhling auch Ungemach drohen könnte, ist aber eher unwahrscheinlich. Dafür ist er zu kurz im Amt. Nach nur drei Versuchen wurde selbst beim TSV 1860 noch kein Trainer gefeuert.

Außerdem hat Fröhling mit den vier Punkten gegen St. Pauli und Ingolstadt ja ein durchaus respektables Punktepolster zum Einstand vorzuweisen. Wenngleich er sich nicht allzu viel darauf einbildet, denn auch ihm ist bewusst, dass die Löwen in beiden Partien nicht gerade vom Pech verfolgt waren. Und er weiß: „Immer nur das Glück erzwingen zu wollen, das geht nicht.“

Der Tatsache, dass die Löwen von den vergangenen sechs Spielen nur eins verloren haben, misst Fröhling auch nicht viel bei: „Wir haben auch nur eins gewonnen, und das reicht nicht aus, um sich sicher zu fühlen.“ Ein Blick auf die Tabelle ebenso wenig.

Bei einem Sieg allerdings könnten die Löwen den SV Sandhausen wieder bis auf drei Punkte an sich heranziehen und das bisherige Quartett im Abstiegskampf (1860, Aue, Aalen, St. Pauli) wieder etwas vergrößern.

Klarkommen muss man beim TSV 1860 ab sofort auch mit der Tatsache, dass man im Kampf um den Klassenerhalt in den nächsten Wochen nicht mit den Toren von Rubin Okotie (dreizehn Saisontreffer) rechnen kann. Wer für den am Knie verletzten Ösi-Stürmer im Sturmzentrum von Beginn an ran darf, wollte Fröhling noch nicht verraten. Aber viel spricht dafür, dass es Stephan Hain sein wird, der nach siebenmonatiger Verletzungspause gegen Ingolstadt sein Comeback als Einwechselspieler feiern durfte. Gestern im Trainingsspiel stand Hain zumindest in der A-Elf.

„Stephan ist eine Alternative“, sagte Fröhling, „weil er ein Strafraumstürmer ist.“ Um so einen gut in Szene zu setzen, „müssen wir aber auch in den Strafraum kommen“, fügte der Löwencoach hinzu. Dass ihm das in den vergangenen Spielen zu selten der Fall war, gab er dabei deutlich zu erkennen…

tz

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Klare Worte: Das sagt Bierofka zu Zündlern im Sechzig-Block
Klare Worte: Das sagt Bierofka zu Zündlern im Sechzig-Block
Ist das ein richtiges Derby? Für Bierofka keine Frage…
Ist das ein richtiges Derby? Für Bierofka keine Frage…
Vergängliches Idyll: Wie lange bleibt das Grünwalder Stadion Heimat der Löwen?
Vergängliches Idyll: Wie lange bleibt das Grünwalder Stadion Heimat der Löwen?
Jan Mauersberger und Nicolas Feldhahn: Ja, es ist ein Derby!
Jan Mauersberger und Nicolas Feldhahn: Ja, es ist ein Derby!

Kommentare