"... dann wird es nicht einfach"

Fröhling schlägt Alarm: 1860-Kader ziemlich schmal

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Löwen-Coach Torsten ­Fröhling: ­„Unser Kader ist ziemlich schmal.“

München - Noch vier Tage bis zum Zweitliga­start in Heidenheim, und auch Dienstag war kein weiterer Neuzugang an der Grünwalder Straße aufgetaucht. 1860-Trainer Fröhling schlägt Alarm.

Dabei gab es mal, so sagte Interimspräsident Sigi Schneider vor vier Wochen beim Kurztrainingslager in Bodenmais, „eine Liste mit tollen Namen“, die ihm vom damaligen Sportgeschäftsführer Gerhard Poschner, der sich jetzt nur noch Sportdirektor nennen darf, vorgelegt worden sei. Alles Makulatur. Die Namen darauf dürften identisch gewesen sein mit jenen, die sich Torsten Fröhling als frisches Blut für seinen Kader vorgestellt hatte. Passé. Denn auf die Frage, ob jene Spieler, die er im Auge gehabt habe, jetzt noch verfügbar seien, schüttelte der Löwen-Trainer am Dienstag den Kopf. Seine knappe, klare Antwort: „Nein.“

In den Wirren, die sich nach der erfolgreichen Relegation hinter den Kulissen abspielten, ist also beim TSV 1860 mal wieder vieles den Bach runtergegangen. Auf der Liste der Neuerwerbungen stehen mit Milos Degenek und Romuald Lacazette bislang zwei mehr oder weniger zugelaufene Spieler aus der dritten deutschen bzw. vierten französischen Liga, sowie mit Rodnei ein Mann, der sich derzeit täglich in einer Höhenkammer aufhält, um schnellstmöglich spielfit zu werden.

Verständlich, dass auch Fröhling das nicht reicht. „Wenn alles so bleibt wie es jetzt ist, dann wird es nicht einfach“, warnt der Coach. „Unser Kader ist ohnehin ziemlich schmal. Jannik Bandowski fällt schon für längere Zeit aus – viel darf uns in dieser Hinsicht nicht mehr passieren. Wir brauchen gezielte Verstärkungen, um einfach ruhiger arbeiten zu können.“

Als mangelndes Vertrauen in den aktuellen Kader will Fröhling das freilich nicht verstanden wissen: „Diese Spieler haben uns in der Relegation gerettet, deshalb werde ich jetzt den Teufel tun und sie schlecht reden.“ Aber ob es wirklich nochmals reicht? In diversen Internet-Umfragen und Einschätzungen taucht der Name TSV 1860 in diesem Sommer erstmals bei den Abstiegskandidaten in der Zweiten Liga auf. Überlebenskampf ist angesagt, nach oben zu schielen verbietet sich angesichts der mehr als tristen Gegenwart. Und die Frage nach dem künftigen System, die am Dienstag ebenfalls gestellt wurde – eigentlich zweitrangig. Trainer Fröhling nahm’s auch eher von der humorvollen Seite: „Sagen wir mal zum Beispiel, ich will 4 - 3 - 3 spielen. Das geht aber nicht, wenn ich auf den Flügeln zwei lahme Enten habe.“ Tja…

Von lahmen Enten zu hilflosen Löwen. Der neue Geschäftsführer Noor Basha gab jetzt als Grund für die bisher nicht geglückten Transfers im Münchner Merkur folgenen Satz zum Besten: „Bei uns waren die letzten Wochen extrem chaotisch.“

Es hat nicht den Anschein, als ob sich in dieser Hinsicht so schnell was bessern würde.

cm

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