1860-Übergangspräsidium

Schneider und Bay machen es! So geht es jetzt weiter

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Siegfried Schneider.

München - Drei Tage hat’s gedauert, am Montag benannte 1860-Verwaltungsratschef Christian Waggershauser das Übergangspräsidium der Löwen. Es handelt sich keineswegs um Neulinge im blauen Kosmos, sondern um Männer mit Einblick bei 1860.

Genauer gesagt waren die beiden Herren bis vor Kurzem noch in Amt und Würden beim Giesinger Zweitligisten, Siegfried Schneider als Vorsitzender des Verwaltungsrats, Karl-Christian Bay als Mitglied des Geschäftsführungs-Beirats.

Als Übergangspräsidium werden Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), und der Lindauer Wirtschaftsprüfer Bay noch in dieser Woche zur Mitgliederversammlung einladen, die am Sonntag, 12. Juli stattfinden soll. Diese Versammlung, die eigentlich für den vergangenen Sonntag geplant war und am Freitag abgesagt wurde, wählt dann den neuen Verwaltungsrat. Dieser wird im Anschluss ein neues Präsidium vorschlagen, das dann bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung (vermutlich im September/Oktober) bestätigt werden muss. Schneider und Bay werden den e.V. ab sofort auch im Beirat der Geschäftsführungs-GmbH sowie im Aufsichtsrat der KGaA vertreten. „Ich bin erleichtert, dass es in der Kürze der Zeit gelungen ist, jetzt zunächst die Handlungsfähigkeit des Vereins zu sichern. Unser Respekt gilt Siegfried Schneider und Karl-Christian Bay, die sich trotz enormer Arbeitsbelastung und hohem öffentlichem Druck dazu bereit erklärt haben, die Löwen durch diese schwierige Phase der Unsicherheit zu führen“, sagte Waggershauser in einer Pressemitteilung.

Was in den drei Wochen bis zur Mitgliederversammlung auf der politischen Ebene passieren wird? Gut möglich, dass Schneider und Bay die abgebrochenen Übernahme-Gespräche mit Hasan Ismaik wieder aufnehmen werden. Eigentlich wäre für heute eine Reise nach Abu Dhabi geplant gewesen, um das Geschäft mit der Münchner Investorengruppe zu finalisieren. Das Ganze scheiterte am vergangenen Freitag an Ismaiks plötzlicher Forderung nach einem verbindlichen Angebot („Binding Offer“), das ihm die potenziellen neuen Investoren nicht vorab geben wollten.

Für Gerhard Poschner ist die Installation Schneiders als Übergangspräsident keine gute Nachricht. Als Verwaltungsratschef hatte sich Schneider vor zwei Wochen öffentlich gegen den Sport-Geschäftsführer ausgesprochen: „Ich erwarte, dass er Manns genug ist, die Konsequenzen zu ziehen und den Weg für einen Neuanfang freimacht.“

lk

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