Löwen-Heimspiel am Sonntag

Fan-Marsch gegen RB: 1860-Ultras distanzieren sich

München - Im Gegensatz zu einigen hundert Löwen-Fans, wird sich die aktive Fan-Szene des TSV 1860 nicht am Fan-Marsch gegen RB Leipzig beteiligen.

"Alle gegen Kommerz!" Unter diesem Motto steht der 1860-Fanmarsch, der vor dem Spiel gegen RB Leipzig am Sonntag ansteht. Das Team ist vielen Fußball-Anhängern wegen des starken Einflusses von Brausehersteller Red Bull  ein Dorn im Auge. "Red Bull gehört einfach nicht zum Fußball", findet der Veranstalter Matus Mihal, "das möchten wir den Leuten zeigen, es werden immer mehr, die gegen Red Bull sind. Red Bull boykottieren, Wodka pur servieren!"

Eine ähnliche Ansicht vertreten auch die Ultras des TSV 1860. Jedoch werden sie bei dem Protestmarsch nicht dabei sein, wie einer Stellungnahme, die unter anderem auf der Internetseite der Giasinga Buam zu entnehmen ist. Dort heißt es: "Wir beteiligen uns nicht an dem – von uns nicht bekannten Veranstaltern initiierten – sinnfreien Marsch vom Stachus zur Arena, sondern möchten vielmehr alle Löwenfans dazu einladen, die reichlichen Informationsmöglichkeiten zu Red Bull am Löwentreff (diesmal am Parkplatz hinter der Nordkurve) wahrzunehmen. Zudem gilt unser Augenmerk der Löwen-Elf auf dem Platz, die unsere volle Unterstützung verdient."

Zum Vergleich RB Leipzigs mit den Ismaik-Löwen schreiben die Fans: „Der Fußball in Leipzig dient ausschließlich als Werbeplattform für die Marke Red Bull (…) Etwaige Vergleiche zwischen dem Investment von Hasan Ismaik bei unseren Löwen und dem Einstieg von Red Bull bei Leipzig sind (…) völlig fehl am Platze, da sowohl Zielsetzungen, Motivationsgründe und Ausprägung exzessiv andersartig sind. An dieser Stelle soll nun freilich nicht das Investment Herrn Ismaiks verteidigt werden, sondern erklärt werden, dass zwischen dem TSV 1860 München als gestandenen Traditionsverein, welcher seit Jahrzehnten über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist und dem Emporkömmling RB Leipzig keine Gemeinsamkeiten vorliegen!“

Unter www.nein-zu-rb.de ist die Sichtweise der Anti-Red-Bull-Gemeinde abrufbar. „In der Konsequenz unserer Ablehnung RB Leipzigs tauchen in dieser Tabelle nur 17 Vereine auf“, schreibt die Initiative. „Jedes Wochenende hat ein Club spielfrei und erhält demnach keine Punkte. Am Ende der Saison gleicht sich das wieder aus.“ In der Realität findet das Spiel des TSV 1860 gegen RB Leipzig am Sonntag natürlich statt. Und auch der Protest wird nicht virtuell bleiben: "Die Partie am Sonntag werden wir geschlossen besuchen und den Protest ins Stadion tragen, um so eine größere Masse an Löwenfans für diese Thematik zu sensibilisieren."

Unterschrieben ist die Stellungnahme von den Giasinga Buam 1860, Cosa Nostra 1860, Sechzig im Allgäu, Azzurro Monaco, Münchner Freiheit 1860 BBF 1860 und den Panzerknackern.

fw/lk

Fakten-Check: TSV 1860 München gegen RB Leipzig

Rubriklistenbild: © MIS

Auch interessant

Meistgelesen

Weber verrät: Relegation ist bereits Thema in der Löwen-Kabine
Weber verrät: Relegation ist bereits Thema in der Löwen-Kabine
Türk und Keeper Strobl retten Punkt für kleine Löwen
Türk und Keeper Strobl retten Punkt für kleine Löwen
Wahnsinns-Summe! Marinkovic jetzt zu teuer für die Löwen?
Wahnsinns-Summe! Marinkovic jetzt zu teuer für die Löwen?

Kommentare