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Ostermeiers Abschieds-Wunsch: Baut das Grünwalder aus!

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Von: Christoph Gschoßmann

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TSV 1860 München - Wacker Burghausen
Richard Ostermeier plädiert für einen Ausbau des Grünwalder Stadions. © dpa

Der Verwaltungsrat der Löwen schrumpft weiter. Richard Ostermeier geht - und träumt öffentlich von einem neuen Grünwalder Stadion.

München - Neun Verwaltungsräte waren im Juli gewählt worden beim TSV 1860 München - mit dem Rücktritt von Richard Ostermeier verbleiben noch sieben. Der Münchner Traditionsverein kommt einfach nicht zur Ruhe.

Ausschließlich „private Gründe“ sollen es sein, die Ostermeier zu diesem Schritt veranlassten. Bei Athanasios „Saki“ Stimoniaris, der sich kurz vor Weihnachten aus dem Rat zurückgezogen hatte, war vermutet worden, dass der MAN-Betriebsratsvorsitzende einigen Verwaltungsratsmitgliedern zu investorenfreundlich war.

Nur fünf Verwaltungsratsmitglieder notwendig

Im Sommer war der Verwaltungsrat gewählt worden, und da gemäß Vereinsstatuten eigentlich nur fünf Mitglieder für die Beschlussfähigkeit notwendig sind, wird bis zur nächsten Wahl im Sommer wohl auch kein Ersatz für Ostermeier oder Stimoniaris gewählt werden.

Interessant an der Art und Weise des Rücktritts ist Ostermeiers persönliche Erklärung. In der geht er nicht auf die privaten Gründe ein, sondern auf seine Zeit im Verwaltungsrat. Er gesteht „so manche Fehleinschätzung ein“. Welche, macht er allerdings nicht explizit publik.

Mitgliederversammlung TSV 1860 München e.V.
Richard Ostermeier (2.v.r.) hat sich zu seinem Rücktritt ausführlich erklärt © Christina Pahnke / sampics

„Das hat nie zusammengepasst“

Dafür hat Ostermeier mahnende Worte für die Gesellschafter der KGaA übrig. Denen wünscht er „eine möglichst einvernehmliche Zukunftslösung. Meine Erfahrung ist, dass trotz gegenseitigen Bemühen diese Partnerschaft nie zusammengepasst hat und auch kaum mehr zusammenfinden wird“.

„Diese Partnerschaft“ zielt ohne Zweifel auf Investor Hasan Ismaik und den TSV ab. Ostermeier sieht offenbar keine Hoffnung, dass die Löwen-Verantwortlichen sich in der aktuellen Konstellation zusammenraufen können. Kein Wunder: Gefühlt jede Woche machen entweder Aussagen des Jordaniers oder neu besetzte Ämter bei den Löwen Schlagzeilen, wie die Ablösung von Geschäftsführer Markus Fauser durch Michael Scharold unter Berufung auf die 50+1-Regel, oder Ismaiks Nachtreten gegen Fauser.

25.000 bis 31.860 Zuschauer im Grünwalder

Ostermeier schließt mit einem Aufruf, den wohl viele Löwen-Anhänger im Herzen tragen: dem Ausbau des Grünwalder Stadions. Die Stadt München möge „unserem viel beachteten Verein weiter wohlwollend Unterstützung geben“, fordert er. „Für eine echte Zukunftsfähigkeit“ bedürfe es „mutiger Ideen und festem Willen“, um schließlich „allen DFL-Anforderungen gerecht zu werden“. 

„Ein innerstädtisches, ökologisches und modernes Vorzeigestadion“ solle so entstehen. Zur Erinnerung: Aktuell kickt der notorisch klamme TSV in der vierten Liga, die Stadt hat mehrfach bekräftigt, dass ein Ausbau nicht denkbar sei. Ostermeier spricht von 25.000 bis 31.860 Zuschauern. Allein die letzte Zahlenfolge seiner maximalen Wunschkapazität (1-8-6-0) lässt aber vermuten, was diese Aufforderung darstellt: den Wunschtraum eines Löwen-Fans, der er jetzt wieder sein will und darf. Und, so unrealistisch dieser auch sein mag: Im Gegensatz zu Verwaltungsratsmitgliedern sind für Fans Träume erlaubt.

Lesen Sie auch: Giesing kriegt die Kurve: Das ändert sich im Grünwalder im Jahr 2018

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