„Freunde des Sechz’ger Stadions“

Chef des 1860-Verwaltungsrats gibt Posten im Grünwalder-Verein auf

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Markus Drees (M.) beim Adventssingen im Grünwalder Stadion. Das Event wird er 2017 zum letzten Mal organisieren.

Der 1860-Verwaltungsratschef Markus Drees hat seinen Posten als Vorsitzender des Vereins „Freunde des Sechz’ger Stadions“ (FDS) aufgegeben. Der Grund ist naheliegend.

Markus Drees, der Verwaltungsratschef des TSV 1860, ist von seinem Posten als Vorsitzende des Vereins „Freunde des Sechz’ger Stadions“ (FDS) zurückgetreten - aus Rücksicht auf seinen Posten bei den Löwen. Drees ist seit Dezember 2016 Vorsitzender im Kontrollgremium des TSV. 

„Es ist mir nicht leichtgefallen, aber im Rahmen der Stadiondiskussion bei 1860 in Zukunft sind Interessenskonflikte als Verwaltungsrat bei 1860 nicht ausgeschlossen“, so Drees in der Pressemitteilung der FDS, „ich betone in Zukunft, denn die Rückkehr ins Grünwalder Stadion nach dem Abstieg in die Regionalliga war alternativlos und hatte nichts mit meiner Rolle bei der FDS zu tun. Ich möchte aber als Vereinsvertreter des TSV 1860 frei sein bei der Stadionentscheidung“.

Kritik an Drees wegen Scheich-Lied

Ende Mai hatte 1860-Gesellschafter Hasan Ismaik Drees scharf kritisiert. Der Grund: das diffamierende Scheich-Lied der Löwen-Fans. „Dr. Markus Drees, der Verwaltungsratschef des TSV 1860 e.V., hat in seiner Funktion als Vorstand der "Freunde des Sechziger Stadions" zugelassen, dass ich auf deren Facebookseite unter der Gürtellinie angegriffen werde“, beschwerte sich der Jordanier damals via Facebook. „Dass auch die anderen Verwaltungsrat-Mitglieder dies offenbar schweigend zur Kenntnis nehmen, zeigt mir, was #gemeinsam in unserem Verein wirklich bedeutet. Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich der Verwaltungsrat klar und öffentlich davon distanziert, aber das Gegenteil war leider der Fall. Für mich bedeutet diese Haltung eine Zustimmung der Verwaltungsräte.“ Dagegen wehrte sich Drees und stellte klar, dass im fraglichen Facebook-Eintrag lediglich von „Dokumentationszwecken“ gesprochen wurde. 

Drees‘ Nachfolger bei den FDS wird Martin Scherbel (40). Er wolle dafür sorgen, dass „die Fehler aus den Jahren 1995 und 2005 nicht wiederholt werden.“ Er meint damit die beiden Auszüge des TSV 1860 aus dem Grünwalder Stadion. „Der TSV 1860 braucht als Alleinstellungsmerkmal die Nische des sympathischen Stadtteilklubs, um bei Sponsoren und Fans zu punkten – die Spielstätte an der Grünwalder Straße spielt hierbei eine herausragende Rolle. Das gilt es allen Verantwortlichen bei Sechzig und der Stadt München bewusst zu machen.“

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fw

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