Besuch bei Löwen-Fan-Club Taufkirchen

1860-Vize Schmidt gratuliert den "Wahnsinnigen"

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Alles Gute zum Jubiläum: 1860-Vizepräsident Heinz Schmidt (2. v. l.) und Löwen-Profi Valdet Rama (2. v. r.) gratulierten dem Vorstand um den Vorsitzenden Willi Krähmüller (3. v. r.), seinen Vize Werner Huber (3. v. l.) die beiden Kassierer Hermann Hoffmann (l.) und Theresa Krähmüller (M.) sowie Schriftführer Sebastian Selmaier (r.).

Taufkirchen - Dass die Feier zum 25-jährigen Bestehen des Löwen-Fan-Clubs Taufkirchen ausgerechnet zwischen dem Sieg von TSV 1860 im DFB-Pokal in Mainz und dem ersten Zweitliga-Sieg der Saison gegen Duisburg liegen würde, hätten wohl die kühnsten Optimisten unter den Planern nicht für möglich gehalten.

Ein Löwen- Fan wünscht sich da nun wohl, dass der Taufkirchener Fan-Club jede Woche sein 25-Jähriges feiert. Die Sorge über die sportliche Entwicklung der Zweitliga-Mannschaft des TSV 1860 München war dennoch spürbar. Die Leidensfähigkeit ist aber ohnehin eine Grundvoraussetzung für jeden, der Löwen- Fan werden will. Und so mischte sich auch eine Portion Sarkasmus in die Stimmung.

Auch durch 1860-Vizepräsident Heinz Schmidt, der mit den Taufkirchenern mitfeierte. Der Besuch eines so hohen Verantwortlichen des Vereins ist übrigens bei der Vielzahl der Fan-Clubs keineswegs selbstverständlich. In seiner sympathischen Ansprache stellte er sich die Frage, wer auf die Idee gekommen sei, 1990 einen Löwen Fan-Club zu gründen? „1990 war schon ein wichtiges Jahr. Es gab die Wiedervereinigung. Weltmeister in Italien sind wir geworden.“ Die 60er aber seien in der Bayernliga gewesen und schon vor der ersten Pokalhauptrunde ausgeschieden. „Und Ihr Wahnsinnigen gründet einen Fan-Club“, scherzte Schmidt. „Die Mitglieder, die wir jetzt haben, werden wir auch nicht mehr los“, fügte der Löwen-Vize schmunzelnd hinzu. Jetzt sei 60 von der Bayernliga weit weg, „weil sie inzwischen die 3. Liga und die Regionalliga eingeführt haben“, meinte Schmidt unter dem Gelächter der rund 100 Löwen-Fans beim Wagnerwirt. Der Glaube, dass es „irgendwann einfach wieder besser werden muss, ist da“. Er wünschte dem Fan-Club auch einmal „erfolgreiche Jahre“.

Der derzeit verletzte Löwen- Profi Valdet Rama freute sich ebenfalls darüber, in Taufkirchen dabei sein zu dürfen. Er finde es schön, dass auch außerhalb von München so viele Löwen-Fans da seien. „Wir werden unser Bestes geben, damit wir Euch hoffentlich noch mit vielen Siegen glücklich machen werden“, sagte Rama. Herbert

Berwing von der Region 7 der Löwen Fan- Clubs sagte, dass der Taufkirchener Fan-Club zu einem der aktivsten gehöre. Vorsitzender Willi Krähmüller erzählte einige Anekdoten aus der Vereinsgeschichte. Vor 25 Jahren habe niemand an einen derartigen Mitgliederzuwachs gedacht. Derzeit zähle der Fan-Club bereits 151 Mitglieder. Das jüngste Mitglied sei „a guads hoibads Johr“, erzählte Krähmüller. Besonders stolz sei er, dass sich der Verein auch an gemeindlichen Aktivitäten beteilige. Zur Eröffnung der Arena in München- Fröttmanning hatte der Verein sogar die Möglichkeit erhalten, an der CD „Best of 1860“ mitzuwirken. Oft sei der Fan-Club auch zu Auswärtsspielen unterwegs.

Zweimal allerdings lief es gar nicht wie geplant. Zwar fuhr man zu einem Spiel nach Stuttgart rechtzeitig ab, stand allerdings so lange im Stau, dass man sich das Spiel im Radio anhören musste. Der Stimmung habe dies aber keinen Abbruch getan, erzählt Krähmüller. Für eine andere Partie in Burghausen wollte man in Dorfen in einen Sonderzug einsteigen. Erst habe der Lokführer die Türen nicht geöffnet, sei dann ein Stück weiter gefahren, und als die Löwen-Fans den Zug wieder erreicht hatten, sei er einfach davon gefahren. „Er ließ uns sogar noch hinterher laufen“, erzählte Krähmüller, der spekulierte, dass der Lokführer wohl ein Bayern-Fan gewesen sei. Die Taufkirchener machten sich anschließend mit den Autos auf den Weg nach Burghausen.

Die Gemeinde Taufkirchen war durch Gemeinderätin Nicole Schmittner vertreten. Sie habe jahrelang selbst Fußball gespielt, sei „kein fanatischer Fan, aber wenn, dann schon eine Löwin“, sagte Schmittner. Das sei ihr mit in die Wiege gelegt worden.

Tobi Fischbeck

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