Grünes Licht für 3. Liga

Haching bereitet sich auf „Tag X“ vor - Mannheim will neue Abstimmung

Manfred Schwabl hofft, dass die Hachinger Profis am Freitag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können.
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Weiter geht’s im Aufstiegskampf: Haching-Boss Schwabl ist froh, dass die Saison nicht abgebrochen wird.

Die 3. Liga soll am 26. Mai wieder spielen. Während der TSV 1860 und die SpVgg Unterhaching die Entscheidung begrüßen, gibt es weiterhin Widerstand von Waldhof Mannheim.

  • Am 26. Mai könnte auch die 3. Liga wieder in den Spielbetrieb einsteigen. 
  • Präsident Manfred Schwabl hofft, dass die Spieler der SpVgg Unterhaching am Freitag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen dürfen. 
  • Waldhof Mannheim hat derweil eine neue Abstimmung aller Klubs der 3. Liga beantragt.

München – Aufatmen bei 1860, Haching und allen anderen Drittligisten, die auf eine sportliche Fortsetzung der Saison gehofft hatten: Das Präsidium des DFB beschloss wie erwartet, den Spielbetrieb am 26. Mai wieder aufzunehmen – sofern auch Politik und Gesundheitsbehörden Grünes Licht geben. „Ein weiterer Schritt ist gemacht“, kommentierte DFB-Vize Peter Frymuth: „Nun hoffen wir, dass die gesundheitliche Situation (...) die baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf Grundlage der von DFB und DFL erarbeiteten Hygienekonzepte erlauben.“

3. Liga: SpVgg Unterhaching plant Mannschaftstraining für Freitag

Während die Löwen den DFB-Beschluss aktuell nicht öffentlich bewerten wollten, machte Haching-Boss Manni Schwabl keinen Hehl daraus, mit dieser Nachricht sehr gut leben zu können. „Ich war immer dafür, dass die Saison sportlich entschieden wird und nicht am Grünen Tisch“, sagte Schwabl auf Anfrage unserer Zeitung. Ab sofort gelte es, sich „auf den Tag X“ vorzubereiten. Am Montag ging’s bereits los mit den Tests auf Covid-19, für Mittwoch ist die zweite Testreihe geplant. Eine Rückkehr ins geregelte Mannschaftstraining wäre dann für diesen Freitag vorgesehen – „sofern bei 40 Mann, die getestet werden, nichts dazwischen kommt“.

Der überarbeitete Rahmenterminplan sieht vor, dass die verbleibenden elf Spieltage mit fünf englischen Wochen absolviert werden. Am 30. Juni wäre die Saison gemäß dem neuen Zeitplan beendet. Und was Haching (aktuell Dritter) und 1860 (Sechster) speziell interessieren dürfte: Die Relegationsspiele gegen den Tabellen-16. der 2. Liga sollen in der ersten Juli-Woche über die Bühne gehen.

3. Liga: DFB hofft auf Neustart am 26. Mai

Tom Eilers, der Vorsitzende des Drittliga-Ausschusses, klang erleichtert in seinem Statement, das der DFB am späten Nachmittag verbreitete. „Die 3. Liga arbeitet konzentriert an einer möglichen Fortsetzung der Saison und ihrem Erhalt als Profiliga“, sagte er: „Wir würden uns freuen, ab 26. Mai wieder unseren Beruf im Spielbetrieb ausüben zu können.“

Der DFB hat sich bei seinem Hygienekonzept an jenem orientiert, das die DFL für die beiden Bundesligen erarbeitet hat. Das Okay seitens der Behörden wird nun auch für die dritthöchste Spielklasse erwartet, wobei einige Clubs weiter ihren Unmut zum Ausdruck bringen.

3. Liga: Markus Kompp (Waldhof Mannheim) fordert neue Abstimmung

Das Einsetzen eines Hygienebeauftragten sorgt speziell bei Waldhof Mannheim für Probleme – beim Tabellenzweiten, dem weiterhin nicht daran gelegen scheint, die Saison sportlich zum Abschluss zu bringen. Den DFB-Plan, neutrale Spielorte zuzulassen, falls Stadien gesperrt bleiben, nahm Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp zum Anlass, den DFB-Beschluss vom Montag infrage zu stellen. „Ich habe eine neue Abstimmung beantragt. Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will.“, erklärte Kompp.

Haching-Boss Schwabl, auf die Querschüsse diverser Mitbewerber angesprochen, hält sich mit Kritik zurück. „Ein Urteil darüber, wie der DFB-Beschluss anderswo gesehen wird, steht mir nicht zu“, sagte er und betonte: „Wir bei Haching arbeiten darauf hin, dass wir die Saison gemäß dem neuen Spielplan ab dem 26. Mai fortsetzen werden.“

Uli Kellner mit dpa-Material

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