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Robert Reisinger: „Wir schaffen unser Ziel“ - besser als Platz vier

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Von: Ludwig Krammer

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Optimistisch: 1860-Präsident Robert Reisinger.
Optimistisch: 1860-Präsident Robert Reisinger. © mis

Robert Reisinger zeigt sich nach den letzten zwei Siegen optimistisch für das neue Jahr. Das Saisonziel bleibt weiterhin besser als Platz vier zu sein.

München – Zwei Zu-Null-Siege zum Jahresausklang – die Hoffnungen von Trainer Michael Köllner auf ein halbwegs versöhnliches Weihnachtsfest für die Löwenfans haben sich erfüllt. Investor Hasan Ismaik ließ via Social Media ausrichten: „Mit diesem Willen ist in der Rückrunde alles möglich. Die anderen Vereine werden genau beobachten, was bei uns geschieht.“

Und ganz ähnlich sieht es auch 1860-Präsident Robert Reisinger, der das Ziel Zweite Liga im Interview mit unserer Zeitung noch nicht aufgegeben hat.

Herr Reisinger, haben Sie die Siege gegen Dortmund II und Würzburg auch als Reaktion der Mannschaft auf den Fall Mölders überzeugt?

Ich würde das nicht nur an Sascha Mölders festmachen, das ist mir zu kurz gegriffen. Für mich waren diese beiden Spiele die fällige Reaktion auf die Darbietungen gegen Mannheim und Magdeburg. Man hat sowohl in Dortmund als auch in Würzburg gesehen, dass da eine Einheit auf dem Platz stand, in der jeder für jeden gekämpft hat. Und genau so wollen wir unsere Löwen auch im neuen Jahr erleben.

Auffällig war das effektive Zusammenspiel zwischen Stefan Lex und Sommer-Zugang Marcel Bär, der mit acht Treffern die interne Rangliste anführt.

Bär, Yannick Deichmann – daran sieht man, dass der Kader nicht so schlecht zusammengestellt ist, wie es von manchen geschrieben wurde. Auch das macht mir Hoffnung für die weitere Rückrunde.

Hauptsponsor Die Bayerische hat den Vertrag um drei Jahre verlängert. Wieviel Planungssicherheit gibt das 1860?

Es ist ein positives Signal. Wir haben im Bereich Geschäftsführer Kontinuität vorgelebt und ich bin froh, dass die Bayerische diesen Weg mitgeht.

Die als Aufstiegs-Booster gedachten Sonderzahlungen der vergangenen beiden Jahre von je einer Million Euro werden allerdings wegfallen, wie Vorstand Martin Gräfer via Facebook angekündigt hat…

Zu Vertragsinhalten kann und werde ich mich hier nicht äußern. Fakt ist, dass wir einen der besten Verträge in der Dritten Liga haben. Das ist in diesen komplizierten Pandemie-Zeiten nicht hoch genug zu bewerten.

Optimistisch: 1860-Präsident Robert Reisinger.
Optimistisch: 1860-Präsident Robert Reisinger. © Renate Feil/M.i.S.

Trotzdem: Trifft es zu, dass der Etat von aktuell knapp fünf Millionen Euro auf rund drei Millionen Euro abgesenkt werden muss, wie zu hören ist?

Stand jetzt sind das Spekulationen, die außer Unruhe gar nichts bringen. Beschlossene Sache ist da noch nichts. Ich traue mir zu sagen, dass wir auch in der nächsten Saison wieder einen Etat haben werden, mit dem man vorne mitspielen kann.

Das wollten Sie auch in dieser Saison. Am Jahresende stehen 29 Punkte und Platz zehn. Eine Zwischenbilanz, mit der Sie nicht ernsthaft zufrieden sein können.

Wir alle haben uns mehr erwartet, die Gesellschafter, die sportliche Leitung, die Mannschaft, die Fans. Unterm Strich hat einfach die Konstanz gefehlt.

Ist ein Winter-Zugang drin?

Das muss die sportliche Leitung zusammen mit unserem Finanzgeschäftsführer (Marc Pfeifer, d. Red.) entscheiden. Ich bin überzeugt davon, dass die Mannschaft die nötigen Punkte im neuen Jahr auch in der jetzigen Besetzung holen wird.

Die nötigen Punkte wozu?

Um unser Saisonziel zu erreichen: besser als Platz vier.

Interview: Ludwig Krammer

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