Steinhart und Lex fraglich, Erdmann fehlt

Schnee macht Löwen Strich durch die Rechnung - kein Training auf Rasen möglich

Michael Köllner half mit den Rasen der Löwen von Schnee zu befreien. 
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Michael Köllner half mit den Rasen der Löwen von Schnee zu befreien. 

Seit dem Dreikönigstag befindet sich halb München im Rodelfieber. Kaum ein Hang, an dem nicht in Scharen geschlittelt wurde. Statt Weihrauch, Gold und Myrrhe wie vor 2000 Jahren reicht in diesen Zeiten eine Portion Schnee, um die Menschen glücklich zu machen. Nicht alle allerdings.

  • Am Samstag, den 09. Januar steht das Derby zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Bayern II an.
  • Löwen-Coach Michael Köllner hilft mit den Rasen von Schnee zu betfreien.
  • Stefan Lex und Philipp Steinhart sind fraglich, Dennis Erdmann fehlt gesperrt.
  • München – Speziell an der Grünwalder Straße 114 war nicht jeder dankbar über die großzügige Spende von oben. Die Folge beim dort ansässigenTSV 1860: Eine wichtige Trainingseinheit vor dem Derby gegen Bayern II fand stark verkürzt auf dem Kunstrasen statt. Auf dem Einserplatz war kein Fußball möglich – wie so oft im Januar.

    Zum Glück für die Löwen sah es gestern schon wieder weniger winterlich aus auf dem Center Court. Verantwortlich dafür: Michael Köllner, einst leidenschaftlicher Sternsinger, heute ein Trainer, der nicht nur Taktik und Theorie beherrscht, sondern auch zupacken kann. Gemeinsam mit anderen Freiwilligen griff der Chefcoach zur Schaufel – und sorgte vor dem 14-Uhr-Training für eine schneebefreite Rasenfläche.

    Auch für Daniel Wein ist es „das wichtigste Spiel des Jahres“

    Einem ähnlich beherzten Auftritt sollte am Samstag also nichts im Wege stehen. Klar: Im gelbgesperrten Dennis Erdmann fällt einer der bissigsten Löwen aus undzwei andere Routiniers sind fraglich. Gestern immerhin konnte Phillipp Steinhart voll und Stefan Lex erstmals wieder mit Ball trainieren. Wichtig gegen den Angstgegner wird aber die Einstellung sein, um die sich Daniel Wein, einer der Blauen mit roter Vergangenheit, wenig sorgt. „Wir freuen uns auf ein frühes Highlight“, sagte der Sechser bei dfb.de und versuchte erst gar nicht, die Bedeutung des Derbys herunterzuspielen: „Was das Prestige betrifft, ist es vermutlich schon das wichtigste Spiel des Jahres.“ Auch ohne Fans, die zu Weins Leidwesen („Extrem bitter“) auch morgen nicht zugelassen sind.

    Der Traum aller Löwen: ein Derby-Sieg, um 2021 gleich mal die Richtung vorzugeben. „Ein Aufstieg“, so Wein, würde alles bisher Erlebte „in den Schatten stellen“. Er weiß: „Bis dahin ist es jedoch ein harter und beschwerlicher Weg.“ 

    (ULI KELLNER)

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