Mitglieder mit klarem Signal an Ismaik

Überraschender Antrag bei 1860-Versammlung

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1860-Präsident Peter Cassalette auf der Mitgliederversammlung in der Heide Volm in Planegg.

München - Die Mitglieder des TSV 1860 fordern vom Präsidium ein aktives Einsetzen für die Erhaltung der 50+1-Regel der DFL und setzen ein klares Signal an Investor Hasan Ismaik.

Die Abstimmung über die geplante Änderung der Vereinssatzung des TSV 1860 war der Anlass für die außerordentliche Mitgliederversammlung am Donnerstag Abend in Planegg. Doch nach dieser Abstimmung und der Ablehnung der Änderung war überraschend noch nicht Schluss. Denn Präsident Peter Cassalette ließ einen eigentlich nicht fristgerechten Antrag zu einer weiteren Abstimmung doch noch zu. Dessen Inhalt: "Soll sich das Präsidium aktiv für den Erhalt der 50+1-Regelung aktiv einsetzen?"

Hintergrund dieses Antrages war die Pressemitteilung des TSV 1860 nach dem Besuch von Cassalette bei Investor Hasan Ismaik, der bekanntlich für eine Abschaffung der Regelung plädiert. Darin hieß es: Einer der wohl wichtigsten Punkte sei nach wie vor die 50+1-Regel. „Wir haben verstanden, dass das für ihn ein wesentliches Thema ist“, weiß Cassalette. Falls es in dieser Angelegenheit zu Gesprächen mit der DFL kommen sollte, sei der Verein daran interessiert, teilzunehmen.  Die Löwen könnten sich vor Ismaiks Karren spannen lassen und nun auch für das Ende von 50+1 votieren. Antragsteller Erik Petersen war der Ansicht, dass der entsprechende Passus mehr Fragen aufgeworfen habe, als dass er sie beantworte.

Der Antragsteller - ein Mitarbeiter unserer Onlineredaktion, der aber rein privat vor Ort war - argumentierte weiter, dass in seinen Augen eine Vielzahl an Fans und Mitgliedern Hasan Ismaiks Kurs, die 50+1-Regel zu stürzen, nicht gutheißen und unterstützen wollen. Das junge Mitglied erhoffte sich von seinem Antrag "ein starkes Signal der Mitglieder des TSV 1860 München in Richtung Abu Dhabi". Gleichzeitig solle es auch "ein Wegweiser für das aktuelle und zukünftige Präsidium" sein, eben, dass eine Abschaffung der 50+1-Regel nicht im Sinne der Mitglieder ist.

Peter Cassalette versuchte zu beruhigen und antwortete auf eine Nachfrage, er sei nicht automatisch auf der Seite Ismaiks und ist für die 50+1-Regelung. Die lediglich meinungsbildende Abstimmung wurde zum klaren Fingerzeig: 234 Mitglieder befürworteten den Antrag, das sind rund 89 Prozent. Nur zwei stimmten dagegen.

TSV 1860 München: Bilder der Mitgliederversammlung

TSV 1860 München: Bilder der Mitgliederversammlung

Trotzdem: Dieses Votum hat Signalwirkung! Denn nun hat der Verein ein schlagkräftiges Argument für die weiteren Gespräche mit Ismaik. Die Mitglieder des e.V. sind geschlossen für den Erhalt der 50+1-Regelung.

fw

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