Zittern vor dem Ex-Sechziger

Achtung, Löwen! Wood ist Unions bester Schütze

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Szene aus dem Hinspiel: Bobby Wood (schwarzes Trikot) im Duell mit Löwe Kai Bülow (r.).

München - Bobby Wood trifft und trifft und trifft - aber erst, seit er für Union Berlin stürmt. Jetzt könnte der Angreifer seinen Ex-Verein TSV 1860 tiefer in die Krise stürzen.

Am Samstag kommt es zum Wiedersehen zwischen den Münchner Löwen und ihrem ehemaligen Stürmer Bobby Wood. Vor einem Jahr verlieh der TSV 1860 den US-Amerikaner an den direkten Abstiegskontrahenten Erzgebirge Aue - zum Unverständnis vieler Fans. Mit Aue stieg der 23-Jährige knapp hinter Sechzig ab, musste an die Grünwalder Straße zurückkehren. Doch schnell fand sich mit Union Berlin ein neuer Arbeitgeber.

Und an der alten Försterei dreht der Nationalstürmer (14 Einsätze, vier Tore) richtig auf. In allen 21 Pflichtspielen der Eisernen in dieser Saison (20x Liga, 1x Pokal) stand Bobby Wood in der Startformation, war im Schnitt 81 Minuten pro Partie auf dem Rasen. Noch bemerkenswerter: Er traf in diesen 21 Partien acht Mal und legte zwei weitere Tore auf.

Zum Vergleich: In vier Jahren bei den Profis des TSV 1860 absolvierte Wood lediglich 54 Partien und durfte nur rund 36 Minuten pro Einsatz mitwirken. Dabei brachte er es auf gerade einmal drei Tore und sechs Vorlagen.

Ein Knipser, wie es Wood zur Zeit ist, fehlte Sechzig in der Hinrunde. Die schwache Offensive (aktuell 15 Treffer in 20 Partien) ist der Hauptgrund dafür, dass die Blauen auf Rang 17 festsitzen. Acht Mal verlor 1860 mit 0:1, elf Mal blieb man ohne eigenen Treffer - desaströs. Wood dagegen blüht auf - und jetzt kommen die abstiegsgefährdeten Löwen ins Stadion an der alten Försterei. Zuletzt widmete sogar die BBC dem Stürmer eine Story.

Stürzt ausgerechnet der Ex-Sechziger die Blauen weiter in den Abgrund? An der Motivation wird es beim Angreifer nicht fehlen, die Trennung von seinem Ausbildungsverein verlief schließlich nicht reibungslos. An der Grünwalder Straße wurde seinerzeit kein Hehl daraus gemacht, dass man den gebürtigen Hawaiianer loswerden wollte.

Bleibt zu hoffen, dass die neu formierte Löwen-Offensive in Berlin in Schwung kommt.

fw

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