Unglückliche 0:1-Niederlage gegen Freiburg

Adlung: "Es gibt keinen Grund zum Zittern!"

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Frust nach der unglücklichen Pleite bei den Löwen.

München - Was Sechzig bei der 0:1-Niederlage gegen den SC Freiburg seinen Fans bot, war das Beste, was seit langer Zeit von ihnen in der Allianz Arena zu sehen war. Das macht Hoffnung.

Es ist gekommen wie befürchtet – aber anders als gedacht. Nach zwei Spielen stehen die Löwen mit null Punkten da, doch das, was sie am Samstag bei der 0:1-Niederlage gegen den Tabellenführer und Bundesliga-Absteiger SC Freiburg den rund 23.000 Besuchern geboten haben, war das Beste, was seit langer Zeit von ihnen in der Allianz Arena zu sehen war. Und etwas, was schon gar nicht eine Niederlage verdient gehabt hätte. Das gab auch Freiburgs Trainer Christian Streich zu. „Normalerweise gewinnst du so ein Spiel nicht“, sagte er und streute lobende Worte für die Sechziger ein. Torsten Fröhling nahm’s wohlwollend zur Kenntnis, fügte aber auch hinzu: „Davon können wir uns nichts kaufen.“

Starker Auftritt: ­Claasen gegen Philip und Günter

Dabei hatten er und die Mannschaft so viel richtig gemacht. Die taktischen Umstellungen klappten. Kagelmacher übernahm wieder die Problem-Position des rechten Verteidigers, Degenek rückte dafür ins defensive Mittelfeld und dadurch wurde für Kai Bülow ein Platz in der Innenverteidigung frei. Das alles passte. Vorne pressten die beiden Stürmer Okotie und Hain immer sofort gegen die Freiburger Abwehr, im Mittelfeld war kaum ein Durchkommen für die beim 6:3 gegen Nürnberg noch so glanzvoll aufspielenden Gäste und die Defensive stand sehr sicher. Einmal nur musste man aufs Glück zurückgreifen: als Grifos Gewaltschuss von der Latte abprallte (14.).

„Man hat gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Daniel Adlung, „das war ein Spiel, das mit jenen aus der vergangenen Saison überhaupt nicht vergleichbar war.“ Und deshalb bereite ihm auch der derzeitige Tabellenstand kein Kopfzerbrechen. Adlung: „Es gibt keinen Grund dafür, dass uns wieder eine Zittersaison bevorsteht.“

Das Einzige, was Adlung tierisch aufregte, war der „blöde Elfer“, der zum Sieg für Freiburg führte. Stephan Hains ungeschickte Ringer­Einlage gegen Mike Frantz führte zur Entscheidung.

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Das wurmte auch Christopher Schindler mächtig. „Die Niederlage ist richtig bitter für uns“, sagte der Kapitän. „Schließlich haben wir heute vieles richtig gemacht. Somit hatten wir Freiburg im Griff und immer wieder zu langen Pässen gezwungen.“ Allerdings fügte Schindler auch hinzu: „Wir haben uns kaum Chancen erspielt. Daran müssen wir noch arbeiten.“

Einer, der dem Angriffsspiel der Löwen allerdings richtig guttat, war Daylon Claasen. Der Südafrikaner lieferte als Rechtsaußen sein bisher bestes Spiel im Trikot der Blauen ab. Er war trickreich, ein guter Vorbereiter und versuchte auch immer zum Abschluss zu kommen.

Man könnte also dem kommenden Spiel durchaus zuversichtlich entgegensehen. Wenn der Gegner am kommenden Wochenende im Pokal nicht TSG Hoffenheim heißen und aus der Ersten Bundesliga kommen würde. Vielleicht sagte Fröhling auch deshalb, dass „wir künftig unsere Punkte schon holen werden“. Von einem Weiterkommen im Pokal war beim Trainer nicht die Rede.

Claudius Mayer, Lena Meyer

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