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Aigner-Wechsel zum VfB geplatzt - Druck auf Stevic steigt

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Stefan Aigner wechselt nicht nach Stuttgart © sampics

München - Der Wechsel von Stefan Aigner zum VfB ist geplatzt. Was 1860-Sportdirektor Miki Stevic, sein Stuttgarter Kollege Fredi Bobic sowie Publikumsliebling Aigner selbst sagen.

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Bobic sagt ab

Anderthalb Wochen lang war das Thema der große Aufreger beim TSV 1860. Die Fans gingen auf die Barrikaden, als bekannt wurde, dass die Löwen Publikumsliebling Stefan Aigner an den VfB Stuttgart verkaufen wollen. Oder besser: müssen. Zwei Millionen Euro benötigt 1860, um die finanzielle Lage des Klubs zu „stabilisieren“, wie Geschäftsführer Robert Niemann kürzlich erklärte. Den Deal mit dem VfB Stuttgart kann sich 1860 jetzt aber wohl abschminken. Denn VfB-Sportdirektor Fredi Bobic erklärte das Thema Aigner am Freitag für erledigt: „Ich habe mit meinem Kollegen Miroslav Stevic in München telefoniert und abgesagt.“

Die Löwen-Transferbörse

Die Wahrheit, oder nur ein Bluff in der heißen Phase der Transferzeit? Am Dienstag schließt das Transferfenster, bis spätestens 12 Uhr mittags müssen die neu zu verpflichtenden Spieler auf die Transferliste der DFL gesetzt werden. Und bis dahin werden bekanntlich alle Register der Pokerkunst gezogen.

1860-Sportdirektor Miki Stevic erklärte am Freitag zur Absage von Bobic: „Ich habe ja zuletzt immer schon gesagt, dass ich Stefan Aigner nicht verkaufen will.“ Was freilich nichts an der Tatsache ändert, dass die Sechziger nach wie vor zwei Millionen Euro benötigen. Stevic: „Jetzt müssen wir halt schauen, ob wir andere Spieler verkaufen können. Mit der Betonung auf müssen.“ In Frage kommen die alten „Verdächtigen“: Toni Rukavina und Aleksandar Ignjovski. Letzteren allerdings müsste 1860 selbst erst noch ablösen, der 19-jährige Mittelfeldspieler ist vom OFK Belgrad nur ausgeliehen. Und die Kaufsumme würde rund 1,6 Millionen Euro betragen. Kein leichtes Unterfangen, da bei einem Transfer selbst noch viel Geld zu verdienen.

Viele Löwen-Fans werden sich aber zunächst mal freuen. Vehement hatten sie sich gegen einen Verkauf des „Giesinger Buam“ Aigner gewehrt, in den Internetforen machten sie ihrem Unmut – vor allem in Richtung Stevic – Luft. So sehr, dass der Sportdirektor den schwarzen Peter vor einer Woche öffenlich an die Geschäftsführung weiterschob. Dem Spieler selbst macht das Hin und Her inzwischen nicht mehr sonderlich zu schaffen. „Letzte Woche war’s nervig, jetzt blende ich das aus“, sagte Aigner am Freitag zur tz. „Für mich zählt der Sonntag, das Heimspiel gegen Osnabrück. Da müssen wir gewinnen. DAS ist wichtig.“

cm, lk

Löwen-Stars privat

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