1860-Star befeuert Österreichs EM-Träume

Alaba schwärmt: "Rubin ist einfach ein geiler Typ"

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David Alaba (r.) kam auf Krücken, Kumpel Rubin Okotie schwebte nach dem Schlusspfiff auf Wolke sieben.

München - Mit seinem Siegtreffer gegen Russland befeuert 1860-stürmer Rubin Okotie Österreichs Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme. Kollege David Alaba verteilt ein Sonderlob für den Torjäger.

Die knapp 50 000 Fans im Wiener Ernst-Happel-Stadion waren komplett aus dem Häusl. 1:0 gegen Russland, Platz eins in der EM-Qualifikationsgruppe – und der Held des Abends war einmal mehr Rubin Okotie (27). Schon bei seinem Comeback gegen Montenegro hatte der Löwen-Stürmer den 1:0-Siegtreffer erzielt, am Samstag schoss er die Kugel 14 Minuten nach seiner Einwechslung für Marc Janko aus abseitsverdächtiger Position ins Netz (73.). Eine Minute zuvor hatte ihm der Schiedsrichter einen regulären Treffer nicht anerkannt. „Ich war mir sicher, dass der erste Ball drin war. Wenn das Tor dann Abseits war, war das ausgleichende Gerechtigkeit“, sagte Okotie und lächelte.

Alabas Sonderlob für Okotie

„Das war unglaublich, nicht zu beschreiben. Das ganze Stadion hat gekocht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, schwärmte der verletzte Bayern-Star David Alaba, der auf Krücken ins Stadion gekommen war. Für seinen Spezl Okotie gab’s ein Sonderlob: „Wahnsinn, es freut mich riesig für ihn. Er arbeitet so hart an sich, versucht sich immer zu verbessern. Rubin ist ein geiler Typ, wir werden noch viel Freude mit ihm haben.“ Okoties trockener Kommentar: „Wenn er das sagt, wird es schon stimmen.“

Teamchef Marcel Koller weiß, was er an Okotie hat. „Das ist ein Märchen“, sagte er. „Was Rubin ertragen musste, mit seiner Verletzung und der Zeit, als er in Österreich nicht spielte und über Dänemark gehen musste, um wieder zurückzukommen. Für uns ist er ein Goldfüßchen und ihm tut das gut.“

Was nicht heißt, dass Okotie die Heldengeschichten gefallen, die nun wieder gestrickt werden. „Ich fühle mich nicht als Held. Was soll ich sonst sagen? Im Fußball weiß man ja nie, was passiert. Man muss nach Rückschlägen wieder aufstehen, das habe ich gemacht.“ Eine Mentalität, die auch bei seinem Arbeitgeber, dem TSV 1860, gefragt ist.

tz

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