TSV 1860 klettert auf Rang zwei

Alle Tore im Video: Mölders trifft, trifft und träumt von der 2. Liga

Fünf Tore in den letzten beiden Spielen: 1860-Kapitän Sascha Mölders hat einen Lauf – und Lust auf mehr.
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Fünf Tore in den letzten beiden Spielen: 1860-Kapitän Sascha Mölders hat einen Lauf – und Lust auf mehr.

Die Löwen-Fans strahlen derzeit. Zwei Siege in Folge, Platz zwei in der Liga und die Vertragsverlängerung von Sascha Mölders.

Nach dem Kantersieg gegen den SV Waldhof (5:0) siegen die Löwen auch gegen den FC Kaiserslautern (0:3). Nach dem Hattrick legt Sascha Mölders mit einem Doppelpack zu und redet von einer  Vertragsverlängerung. Die Löwen sichern sich vorerst Platz zwei in der 3. Liga.

  • Nach dem Kantersieg gegen den SV Waldhof (5:0) siegen die Löwen auch gegen den FC Kaiserslautern (0:3). 
  • Nach dem Hattrick legt Sascha Mölders mit einem Doppelpack zu und redet von einer  Vertragsverlängerung. 
  • Die Löwen sichern sich vorerst Platz zwei in der 3. Liga.

Kaiserslautern/München – Zur Halbzeit wurden bei erfahrenen 1860-Fans Erinnerungen wach: 2:0-Führung am Betzenberg gegen zehn Lauterer – alles schon mal da gewesen. 2014 ging es nicht gut aus für die Zweitligalöwen unter dem neuen (Kurzzeit-)Trainer Ricardo Moniz. Endstand 2:3. Sechseinhalb Jahre später, eine Liga tiefer und mit Michael Köllner an der Seitenlinie gab es auffällige Parallelen zu 2014, aber nur in den ersten 45 Minuten. Die Löwen 2020 nutzten ihre 2:0-Führung sinnvoller. Sie siegten am Ende nicht nur 3:0, sondern legten einen Auftritt hin, der von der ersten bis zur 90. Minute zweitligareif wirkte. Stabile Defensive, nimmermüdes Pressing – fertig war der zweite Dreier in Folge (nach dem 5:0 gegen Mannheim), der 1860 zurück auf einen Aufstiegsplatz katapultierte.

Als Janik Bachmann kurz vor der Pause kopfschüttelnd vom Feld trabte, ahnten nicht nur die konsternierten Pfälzer, dass dieser Abend keine überraschende Wendung mehr nehmen würde. Lautern wirkte verunsichert und versuchte Ideenlosigkeit mit Härte zu kaschieren. Schon vor Bachmanns Platzverweis hatten vier Rote Teufel Gelb gesehen, darunter der verkrampft wirkende Ex-Löwe Tim Rieder. Federleicht dagegen der Auftritt der Gäste auf tiefem, nassen Betze-Rasen.

Michael Köllner: Ein verdienter Sieg auf schwierigem Geläuf“

Hinten ließ die neu formierte Deckung um Dennis Erdmann und Youngster Semi Belkahia wenig zu, im Mittelfeld wurde munter rochiert – vorne eiskalt zugeschlagen. Richard Neudecker schlenzte früh einen Freistoß ins Kreuzeck (6.), Sascha Mölders hielt nach Stafette über Steinhart, Greilinger und Lex den Schädel hin: 0:2 hieß es nach 36 Minuten. Co-Trainer Oliver Beer hatte zur Pause nur eine Sorge: Dass die blaue Dominanz einen blauen Schlendrian nach sich ziehen könnte. Der Rat des Köllner-Assistenten beim gestern überlasteten Drittligasender Magentasport: „Aktiv bleiben und das 2:0 nicht verwalten.“

Das klappte gut. Selbst in der Drangphase des FCK hielten sich die Löwen schadlos, blieben bei Kontern gefährlich und setzten durch einen weiteren Mölders-Kopfball den Schlusspunkt (80.). Für Köllner war es „ein verdienter Sieg auf schwierigem Geläuf“. Torjäger Mölders ließ sich im Überschwang gar von Ex-Trainer Rudi Bommer entlocken, ein weiteres Karrierejahr dranzuhängen: „Es macht Spaß, ich genieße es – und im Sommer wird nicht Schluss sein.“ Ach ja: „Und natürlich würde ich gerne noch ein Jahr 2. Liga spielen.“

Was das angeht, sieht es gut aus. Zwei Spiele, sechs Punkte, 8:0 Tore (fünf von Mölders) – bisher ist es die Englische Woche der Löwen. Und eine Siegchance steht ja noch aus: am Freitag gegen Wehen, das Neuling Lübeck gestern mit 4:2 bezwang.

Alle Highlight im Video: Mölders-Gala geht weiter

(Uli Kellner)

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