Einigung zwischen Clubs, Stadt und Polizei

Kleine Derbys auch weiterhin im Grünwalder Stadion!

München - Am Montag haben sich Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, 1860-Präsident Gerhard Mayrhofer sowie Vertreter von Stadt und Polizei getroffen. Es ging um die Zukunft der Amateur-Derbys.

Die Amateur-Derbys zwischen den zweiten Mannschaften des FC Bayern und des TSV 1860 finden auch in Zukunft im Grünwalder Stadion statt. Darauf haben sich die Vereine, die Stadt und die Polizei am Montag geeinigt.

Wie berichtet, war die Spielstätte nach dem letzten Aufeinandertreffen am Ostermontag in Verruf geraten. 1200 Polizisten waren da in Giesing aufmarschiert. Am Ende blieb alles friedlich. Der FC Bayern und die Polizei hatten die Frage aufgeworfen, ob die kleinen Derbys unter diesen Umständen in Giesing noch vertretbar seien und der Rekordmeister laut über eine Verlegung der Amateur-Derbys in die Allianz Arena nachgedacht. Beim örtlichen Bezirksausschuss gingen Beschwerden von Anwohnern ein. Fanvertreter hatten hingegen von Anfang an kritisiert, der Polizeieinsatz sei vollkommen übertrieben gewesen – und nach dem Derby betont, dass es dieses Mal fast überhaupt keine Zwischenfälle gab.

Nun die überraschende Nachricht: Die Derbys sollen auch künftig im Grünwalder Stadion gespielt werden – und das mit der ausdrücklichen Zustimmung der Polizei. Das ist das Ergebnis eines Treffens der Vereine, des Kreisverwaltungsreferats, der Polizei und des Bayerischen Fußball-Verbandes am Montag. Die Beteiligten einigten sich außerdem auf eine „Intensivierung“ des Fan-Dialogs.

Außerdem soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die gemeinsam mit Fans Lösungen erarbeitet. Rund um das Derby hatte das noch ganz anders geklungen. Im Stadtrat war Tage vor dem Duell geraunt worden, jetzt sei es langsam mal genug mit Reden. Eine harte Hand gegen die Fans sollte also her. Nun doch Dialog: In der Arbeitsgruppe soll es um Fragen der Eintrittskarten-Vergabe gehen. Außerdem will man deeskalierende Maßnahmen erarbeiten. Vor dem nächsten Aufeinandertreffen wird in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf die Fans eingewirkt werden.

Die werden sich nun vor allem erst einmal freuen, dass weiterhin in Giesing gekickt wird. Dieses Ergebnis sei „positiv“, lobte der Vorsitzende des Vereins der Freunde des Sechzgerstadions, Markus Drees, am Montag. „Wir hoffen jetzt vor allem, dass wir das nächste Mal nicht wieder so einen großen Polizeiaufmarsch haben“, sagte er.

Felix Müller

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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