"Angst – wovor denn?"

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Umzug nach Sauerlach: Danny und Pamela Schwarz mit den Zwillingstöchtern Sina & Lilly

Eine langwierige Meniskus-Verletzung im rechten Knie, talentierte (und jüngere) Konkurrenz um den Stammplatz im Mittelfeld, dazu noch der 2009 endende Vertrag.

Besonders rosig ist die Situation für Danny Schwarz bei 1860 derzeit nicht. Doch von Trübsalblasen kann beim Schwaben keine Rede sein. Im Gegenteil: Angriff heißt die Devise. Heute will der 33-jährige Vizekapitän wieder ins Teamtraining einsteigen. Seine Pläne – sportlich wie privat – verrät er im Interview.

Herr Schwarz, gut einen Monat ist es her, dass Sie sich gegen eine Meniskus-OP und für eine konservative Behandlung entschieden. War’s der richtige Schritt?

Schwarz:Ich denke schon. Natürlich besteht immer noch eine kleine Gefahr, dass es die falsche Entscheidung war und doch noch eine OP notwendig wird, aber ich hab’ ein gutes Gefühl. Zuletzt hatte ich einige Probleme, weil meine Muskulatur knüppelhart war – aber jetzt will ich wieder voll einsteigen – und angreifen.

Um sich den Stammplatz im alten, neuen Doppel-Sechs-System zurückzuholen…

Schwarz:Ach, bevor ich nicht fit bin, verschwende ich keinen Gedanken an das Thema Stammplatz.

Wirklich nicht? Ihr Vertrag läuft im Sommer 2009 aus. Etwas Angst wäre da durchaus verständlich…

Schwarz:Angst? Wovor denn? Ich bin mir sicher, dass ich bald auf den Platz zurückkomme.

Gab’s schon erste Sondierungsgespräche mit Geschäftsführer Stefan Reuter?

Schwarz:Nein, und ich denke, es ist Mitte Oktober auch noch nicht der Zeitpunkt für Vertragsgespräche. Die führt man normalerweise in der Winterpause oder kurz danach. Ich mach’ mir da überhaupt keinen Druck (grinst): Ich mach mir gerade eher Gedanken darüber, ob ich schmerzfrei geradeaus laufen kann…

Hat die Aussage noch Bestand, dass Sie Ihre Karriere bei 1860 beenden wollen?

Schwarz:Ja, die gilt immer noch. Wir (Ehefrau Pamela und die Zwillingstöcher Sina & Lilly, d. Red.) wollen hier in der Münchner Umgebung bleiben. Anfang Dezember beziehen wir unser neues Haus.

Darf man fragen, wo?

Schwarz:In Sauerlach. Es ist ein Holz-Fertighaus, damit auch das geklärt ist (lacht).

Mit 33 denken Sie als Profi sicher auch schon an die Zeit nach dem aktiven Fußball. Wie soll die bei Ihnen aussehen?

Schwarz:Konkret ist noch nichts. Aber ich habe vor, den Trainerschein zu machen. Es ist als Profi nie verkehrt, diesen Schritt in Betracht zu ziehen. Aber jetzt zählt erst mal die nähere Zukunft.

Der Rest der Vorrunde. Kollege Lars Bender hat noch 20 Punkte als ehrgeiziges Winter-Ziel ausgegeben…

Schwarz:Hat er? 27 Punkte zu Weihnachten wären natürlich top. Aber jetzt gucken wir erstmal von Spiel zu Spiel. Drei Punkte wollen wir unbedingt gegen Fürth holen.

Damit am Ende nicht wieder Stefan Reisinger lacht…

Schwarz:Nichts gegen Stefan, aber dieses Mal darf er ruhig mit gesenktem Kopf vom Platz gehen.

Quelle: tz

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