Ex-Löwe Heiner Schuhmann als „Spion“ für die Borussia in der Allianz Arena

Auch Dortmund will Timo Gebhart!

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"Hinter dem sind doch fast alle her": Timo Gebhart steht auf einigen Wunschzetteln

Anfang der Siebziger Jahre hielt er als Verteidiger für die Löwen seine Knochen hin, jetzt hat Heiner Schuhmann einen anderen Auftrag.

Er soll behilflich sein, dem TSV 1860 Spieler abspenstig zu machen. Der 60-jährige Augsburger arbeitet als Scout für Borussia Dortmund und war am Sonntag in der der Allianz Arena beim 0:1 gegen Oberhausen vor Ort. Wen er beobachtete, daraus machte Schuhmann kein Geheimnis: „Den Timo Gebhart. Wer will den nicht? Hinter dem sind doch fast alle her.“

Die elf letzten Löwen-Trainer - und was sie heute machen

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39 Trainer waren beim TSV 1860 seit der Bundesliga-Gründung im Amt. Wir zeigen Ihnen die letzten elf - und was aus ihnen geworden ist. Karsten Wettberg (im Amt von 21.2.1990 - 31.5.1992): Der "König von Giesing" blieb mit den Löwen 54 Spiele in Folge ungeschlagen und führte 1860 in die zweite Liga. Eine Spielzeit später wurde er entlassen, weil der Abstieg drohte. Doch er ist dem Verein treu geblieben (Foto von 2006). © sampics
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Im April 2009 hat er überraschend einen Trainerposten beim Bayernligisten SV Seligenporten übernommen. © sampics
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Edmund Stöhr (1.6.1992 - 30.6.1992): Co-Trainer "Edi" Stöhr übernahm das Zepter von Wettberg - blieb aber nur einen Monat hauptverantwortlich im Amt. © tz-Archiv
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Er arbeitete danach weiter als Trainer - bei den Stuttgarter Kickers, Austria Lustenau (Österreich), Sachsen Leipzig sowie als Assistenzcoach im Katar. Zudem war er als Scout für Hertha BSC und den VfL Wolfsburg tätig. Seit Dezember 2007 coacht Stöhr den Landesligisten Berliner SC und betreut neben der ersten Herren-Mannschaft auch den Nachwuchsbereich. © tz-Archiv
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Werner Lorant (1.7.1992 - 17.10.2001): Bei den Löwen prägte "Werner Beinhart" (Foto von 1996) eine ganze Ära, führte 1860 von der Bayernliga ins Oberhaus. Unter Lorant schafften es die Löwen in den UEFA-Cup und durften an der Champions-League-Qualifikation teilnehmen. Die Ära Lorant endete erst nach über neun Jahren. © dpa
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Nach Stationen in unter anderem Zypern, der Türkei, Unterhaching und beim Münchner Bezirksligisten Ata Spor war der Wandervogel zuletzt in der Slowakei. Vom Erstligisten Dunajská Streda hat er sich im April "in beiderseitigem Einvernehmen" getrennt. © Kruse
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Peter Pacult (18.10.2001 - 12.03.2003): Der Österreicher spielte von 1993 bis 1995 bei den Löwen, assistierte nach seinem Karriereende Werner Lorant und stieg nach dessen Abschied zum Cheftrainer auf. Trotz Stars wie Martin Max oder Thomas Häßler konnte er nicht an die Erfolge der Lorant-Amtszeit anknüpfen. © dpa
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2005 feierte er eine triumphale Rückkehr nach München: Bei der Generalprobe vor der Eröffnung erzielte Pacult das erste Tor überhaupt in der Allianz Arena. Heute trainiert er Rapid Wien, den Rekordmeister seiner Heimatnation Österreich. © dpa
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Falko Götz (12.03.2003 - 17.04.2004): Der in Berlin aufgewachsene Ex-Fußballer startete gut in sein Traineramt, dann gerieten die Löwen jedoch in den Abstiegsstrudel. Nach einem Jahr Amtszeit wurde Falko Götz vor die Tür gesetzt. © dpa
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Heute coacht Götz den Regionalligisten Holstein Kiel. © dpa
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Gerald Vanenburg (18.04.2004 - 30.06.2004): Der Niederländer übernahm die Zügel von Falko Götz, konnte jedoch den Abstieg in die 2. Bundesliga auch nicht mehr verhindern. Nach gut zwei Monaten räumte er wieder seinen Stuhl. © dpa
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Bis März 2008 coachte Vanenburg den niederländischen Zweitligisten FC Eindhoven. © dpa
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Rudi Bommer (01.07.2004 - 05.12.2004): Der gebürtige Aschaffenburger feierte ein kurzes Intermezzo bei den Löwen: Nach nicht mal einem halben Jahr lautete die Diagnose der Löwen-Ärzte "Chronische Erfolglosigkeit" - sie wiesen ihm die Tür. © dpa
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Nach einem rund zweieinhalbjährigen Trainer-Intermezzo beim MSV Duisburg ist Bommer seit dem 9. November 2008 auf Jobsuche. © dpa
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Reiner Maurer (06.12.2004 - 23.01.2006): Legt man Punkte pro Spiel als Maßstab an, war Maurer sogar erfolgreicher als Lorant. Dennoch musste Maurer gehen, als Viertplatzierter in der 2. Bundesliga. © dpa
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Heute trainiert Maurer den griechischen Zweitliga-Aufsteiger AO Kavala © dpa
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Walter Schachner (24.01.2006 - 18.03.2007): An "Schoko" verschluckten sich die Löwen. Der renommierte Österreicher konnte nie umsetzen, was sich die Sechzger von ihm versprochen hatten. © dpa
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Heute arbeitet Schachner wieder in seiner Heimat und trainiert den österreichischen Zweitligisten Admira Wacker. © dpa
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Marco Kurz war bis zum 24. Februar 2009 Trainer des TSV 1860 München. © dpa
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Ab der Saison 2009/2010 coacht Kurz den Ligakonkurrenten 1. FC Kaiserslautern. © sampics
Der zweite Löwen-Coach der Saison 2008/2009 musste bereits nach knapp drei Monaten wieder gehen: Uwe Wolf wurde am 13. Mai 2009 entlassen. © Sampics
Bitter für ihn, hatte er doch knapp eine Woche zuvor seine Katja geheiratet. Wenigstens hatte Wolf so Zeit für Flitterwochen. © Sampics

Die Jagd eröffnet hatte im Sommer die TSG 1899 Hoffenheim, die drei Millionen Ablöse geboten haben soll. 1860-Geschäftsführer Stefan Reuter allerdings erklärte Gebhart für „unverkäuflich“. Jedenfalls, was die laufende Saison anbetrifft. Da der Vertrag des U 19-Europameisters aber im Juni 2010 beim TSV 1860 ausläuft, könnten die Löwen nur noch eine Ablösesumme für ihn kassieren, wenn sie Gebhart im kommenden Sommer verkaufen.

Wobei Schuhmann schon betont, dass Gebhart Wert darauf legen sollte, sich für den richtigen Verein zu entscheiden: „Er muss da spielen, wo seine Stärken auch zum Tragen kommen. Wenn Timo irgendwo auf Rechtsaußen abgeschoben wird, bringt ihm das nichts. Für mich ist er der klassische Offensivmann in einem Mittelfeld mit Raute.“

Die Löwen-Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel gegen Oberhausen

Tschauner: Nach 389 Minuten musste er wieder hinter sich greifen. Der bedauernswerteste Löwe des Nachmittags. Note: 3 © Sampics
Thorandt: 60. Pflichtspiel als Sechzger und kein schlechtes. Engagiert, mit einigen präzisen Flanken – aber auch so manchem Stockfehler. Note: 4 © Sampics
Ghvinianidze: Kantig, kämpferisch, kompromisslos. Der Georgier könnte auch im American Football Karriere machen. Keiner kickt höher und weiter. Note: 4 © Sampics
Berhalter: Solide Partie mit gewohnt gutem Stellungsspiel. Note: 4 © Sampics
Johnson: Schwache Partie. Ließ Falkenberg vor dem 0:1 flanken, im zweiten Durchgang minimal verbessert. Note: 5 © Sampics
S. Bender: Im linkslastigen Löwenspiel ohne Wirkung. Ein Spiel zum Vergessen. Note: 5; ab 81.: B. Schwarz: ohne Bewertung © Sampics
Beda: Schläfrig und schlampig. Die Krönung: sein unterlassener Klärungsversuch vor dem 0:1. Nachvollziehbar, warum ihn Milan Sasic in Lautern aussortierte. Im zweiten Durchgang mit Schulterschmerzen ausgewechselt. Note: Note: 4; ab 53.: Baumgartlinger: Note: 5 © Sampics
Gebhart: Eifrig, aber wie zuletzt schon in Lautern gut zugedeckt. Verzettelte sich zu oft in Einzelaktionen, vergab nach einer knappen Stunde aus drei Metern per Kopf. Note: 4 © Sampics
Ledgerwood: Defensiv okay, nach vorne kam nichts Konstruktives vom Kanadier. Note: 5 © Sampics
Holebas: Rückte für den grippegeschwächten Schäffler in die Startelf. Auf der ungewohnten Position als zweite Spitze eine Fehlbesetzung. Note: 5; © Sampics
ab 64.: Schäffler: ohne Bewertung © Sampics
Lauth: Gute Kopfballchance zu Beginn, danach nicht mehr allzuoft zu sehen, da ohne brauchbare Anspiele. Immerhin: Er fightete bis zum Schluss. Note: 4 © Sampics
Der Münchner Markus Thorandt (r) im Zweikampf mit dem Oberhausener Julian Lüttmann. © dpa
Timo Gebhart (l) im Kopfballduell mit dem Oberhausener Dimitrios Pappas. © dpa
Gebhart gab sein Bestes gegen den Oberhausener Tim Kruse. © dpa
So sehen enttäuschte Löwen aus: Die Münchner (2.v.) Manuel Schäffler, Benjamin Lauth und Markus Thorandt. © dpa
Marco Kurz, Uwe Wolf und Stefan Reuter: Frust auf der Löwen-Bank. © Sampics
Daniel Bierofka und Danny Schwarz waren am Sonntag in der Allianz Arena ebenfalls nicht begeistert von dem Spiel. © Sampics
Der Oberhausener Mike Terranova (vorn) bejubelt mit seinen Teamgefährten sein Siegtor. © dpa
Der Treffer von Mike Terranova in der 32. Minute reichte zum 1:0-Sieg für die Mannschaft des Ex-Löwen Jürgen Luginger. Die Freude der Oberhausener war groß. © Sampics

Aber auch auf einen anderen Löwen hat Schuhmann seinen Blick geworfen: Manuel Schäffler. „Bei ihm bin ich zwar – im Gegensatz zu Gebhart – noch nicht ganz überzeugt, dass er den Sprung in die erste Liga schaffen kann, aber ich weiß, dass viele Klubs auch an ihm Interesse haben.“

Schuhmann, der den Dortmundern in der Vergangenheit schon die Verpflichtung von Alexander Frei, Mladen Petric und Tinga empfohlen hat, besitzt ein gutes Gespür für junge Talente: In den Siebziger und Achtziger Jahren arbeitete er als Jugendtrainer beim FC Augsburg, entdeckte und förderte ein Ausnahmetalent wie Bernd Schuster, oder auch Roland Grahammer, Armin Veh und Christian Hochstätter.

Die wertvollsten 1860-Spieler

Die wertvollsten 1860-Spieler © 
Transfermarkt.de ist die renommierteste deutsche Webseite für Spieler-Transfers. Zu Beginn der Saison haben die Experten wieder die Marktwerte der Löwen-Spieler beziffert. Diese berücksichtigen u.a. Leistungsvermögen, Alter und Entwicklungsfähigkeit. Demnach hat der Löwen-Kader insgesamt einen Marktwert (Stand: 10.10.2008) von 14.650.000 Euro und liegt im Zweitliga-Mittelfeld. Sehen Sie hier die Rangliste der Löwen. Platz 27: Markus Krauss (Marktwert 50.000 €) © sampics
Platz 26: Manuel Schäffler (100.000 €) © Fishing4
Platz 23 (geteilt): Christoph Burkhard (150.000 €) © sampics
Platz 23 (geteilt): Alexander Eberlein (150.000 €) © sampics
Platz 23 (geteilt): Florian Jungwirth (150.000 €) © sampics
Platz 21 (geteilt): Julian Baumgartlinger (250.000 €) © sampics
Platz 21 (geteilt): Mustafa Kucukovic (250.000 €) © sampics
Platz 18 (geteilt): José Holebas (300.000 €) © sampics
Platz 18 (geteilt): Nikolas Ledgerwood (300.000 €) © sampics
Platz 18 (geteilt): Michael Hofmann (300.000 €) © sampics
Platz 17: Gregg Berhalter (350.000 €) © sampics
Platz 15 (geteilt): Benjamin Schwarz (400.000 €) © Fishing4
Platz 15 (geteilt): Markus Thorandt (400.000 €) © Fishing4
Platz 14: Timo Gebhart (450.000 €) © Fishing4
Platz 13: Torben Hoffmann (500.000 €) © sampics
Platz 11 (geteilt): Fabian Johnson (600.000 €) © Fishing4
Platz 11 (geteilt): Philipp Tschauner (600.000 €) © sampics
Platz 9 (geteilt): Mate Ghvinianidze (650.000 €) © sampics
Platz 9 (geteilt): Antonio di Salvo (650.000 €) © sampics
Platz 6 (geteilt): Danny Schwarz (750.000 €) © sampics
Platz 6 (geteilt): Benjamin Lauth (750.000 €) © sampics
Platz 6 (geteilt): Sven Bender (750.000 €) © Fishing4
Platz 5: Markus Schroth (800.000 €) © sampics
Platz 4: Lars Bender (900.000 €) © sampics
Platz 3: Mathieu Béda (1.000.000 €) © sampics
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Der wertvollste Löwen-Spieler laut Transfermarkt.de ist Kapitän Daniel Bierofka (Marktwert 1.700.000 €) © Fishing4

Quelle: tz

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