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Wie geht es bei 1860-Aufstiegsheld Simon Seferings weiter?

Seferings: „Werde die Spiele vor den unglaublichen Fans vermissen“

27.05.2018, Fussball 3.Bundesliga: Relegation, 1860 - Saarbrücken
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Aufstiegsheld auf Vereinssuche: „Für mich war klar, dass sich die Wege trennen“, sagt Simon Seferings.

Aufstiegsheld Simon Seferings steht nach dem Abschied beim TSV 1860 vor einer ungewissen Zukunft.

  • Simon Seferings hat beim TSV 1860 keinen neuen Vertrag erhalten.
  • Der Aufstiegsheld der Löwen steht immer noch ohne Verein da.
  • Im Interview verrät er, wie schwer ihm der Abschied vom TSV 1860 fällt. Vor allem von den Fans des TSV 1860.

Am Ende konnte sich der Held nicht einmal richtig von den Fans verabschieden. Die Verantwortlichen hielten nur ein Bild auf der Tribüne des Grünwalder Stadions in der Hand. Eines von vielen. Doch das Foto-Motiv von Simon Seferings erzählt einen besondere Moment in der Geschichte des TSV 1860. Der 25-Jährige erzielte den entscheidenden Treffer in der Relegation. Doch nach dem Aufstieg kam Seferings nicht mehr zum Zug. Nach fünf Jahren muss er den Verein verlassen. 

Seferings erlebte die Schattenseiten des Profigeschäfts: Er war lange verletzt, kam nach dem Aufstieg nicht mehr zum Zug und wechselte zum VfR Garching, um Spielpraxis zu sammeln. Doch im Drittliga-Kader der Löwen war nach der Leihe weiterhin kein Platz für ihn. Wir haben mit dem Ex-Löwen über seine Zukunft gesprochen

Warum hatten Sie beim TSV 1860 keine Zukunft mehr?

Mein Vertrag ist am Ende der Saison ausgelaufen. Deshalb kam es zur Trennung. Darüber hinaus sind mit mir zu keinem Zeitpunkt der Saison von sportlicher Seite aus Gespräche geführt worden, ob man den auslaufenden Vertrag verlängert oder nicht.Ich habe in den vergangenen zwei Spielzeiten gar keine Chance bekommen zu spielen. Zwischenzeitlich habe ich mich auch zum VfR Garching ausleihen lassen. Deshalb war für mich klar, dass sich die Wege nach der Saison trennen werden.

Seferings: „Ich war topfit und durfte nicht spielen“

Wie schwer fällt es Ihnen, den TSV 1860 nach all den Jahren zu verlassen?

Die Trennung fällt nur aus einem Grund schwer: Ich werde besonders die Spiele im Grünwalder Stadion vor diesen unglaublichen Fans vermissen. Und natürlich auch die Jungs, mit denen ich jahrelang so gut wie jeden Tag zusammen war.

Welches Gefühl bleibt, wenn Sie an den TSV 1860 zurückdenken?

Natürlich verbinde ich in erster Linie den Aufstieg in die 3. Liga mit dem TSV 1860. Meinem Tor in dem Spiel gegen Saarbrücken vor ausverkauftem Haus war der schönste Moment in meiner bisherigen Laufbahn. Natürlich bleibt auch mein Comeback nach 14 Monaten Verletzungspause in Nürnberg vor fast 20000 Löwenfans in Erinnerung. Vier Minuten nach dem Anpfiff habe ich schon getroffen. Leider habe ich in den vergangenen Jahren aber auch viele negative Erfahrungen machen müssen. Die lange Verletzungszeit verlief ziemlich unglücklich und war schwierig für mich. Schwer waren aber vor allem die letzten beiden Jahre: Ich war topfit, durfte aber so gut wie keinen Fußball mehr spielen.

Unvergessen: Das Tor von Simon Seferings gegen Saarbrücken

Gibt es bereits einen Plan, wie es weiter geht?

Der Plan ist mit Sicherheit, so schnell und so hoch wie möglich wieder Fußball zu spielen. Leider ist meine Situation aufgrund der letzten beiden Jahre mehr als schwierig. Ich investiere jeden Tag das Maximum für den Fußball. Daher sind natürlich auch meine Ambitionen extrem hoch. Ich hoffe sehr, dass ich endlich die Chance bekomme, meine Qualität auf dem höchstmöglichen Niveau zu zeigen.

Interview: Christoph Seidl

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