Seltsames Löwen-Phänomen

Herr Poschner, beendet 1860 den Fluch der Siege?

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Gerhard Poschner (l.) und Markus von Ahlen hoffen auf mehr Stabilität.

München - Was kommt diesmal nach dem Sieg? Bisher taten sich die Löwen in dieser Saison immer sehr schwer damit, auf einen Dreier aufzubauen. Sportchef Gerhard Poschner ist optimistisch.

Dem ersten Saisonerfolg beim 2:1 in St. Pauli folgten ein äußerst glückliches 1:1 gegen haushoch überlegene Ingolstädter sowie ein unterirdisches 0:1 in Sandhausen, das Trainer Ricardo Moniz schließlich den Job kostete. Und nach dem 2:0 gegen Greuther Fürth setzte es inklusive Pokal-Aus gleich vier Pleiten am Stück. Ein Sieg als Fluch. Muss man nach dem 3:0 in Bochum am Montag im Heimspiel gegen Düsseldorf wieder Angst haben, Herr ­Poschner?

„Dieses Thema haben wir gleich nach der Partie in Bochum angesprochen“, sagte der Sportchef der Löwen zur tz, „und der Mannschaft ist auch bewusst, dass das 3:0 nur einen Wert hat, wenn wir jetzt nachlegen.“

Woran Poschner durchaus glaubt: „Man hat doch schon in den Spielen davor gegen Braunschweig und Freiburg trotz der Niederlagen erkennen können, dass die Mannschaft weitaus stabiler geworden ist und nicht mehr solchen Schwankungen unterliegt wie in den Wochen davor. Und sie steht jetzt auch gut da, was die körperliche Verfassung betrifft.“

Angha: War eine angenehme Woche

Und eine erneute Nachlässigkeit dürfe man sich gegen Düsseldorf allein schon deshalb nicht erlauben, „weil wir“, so Poschner, „natürlich nach wie vor zu wenig Punkte auf dem Konto haben.“ Zwölf aus zwölf Spielen, das ist wirklich immer noch kein Schnitt, mit dem sich groß angeben lässt.

„Aber es war zumindest mal wieder eine angenehme Woche, nachdem wir gewonnen haben“, freute sich Verteidiger Martin Angha, fügte aber ebenfalls sofort hinzu: „Wir sind natürlich noch lange nicht da, wo wir sein wollen. Und einfach wird es gegen Düsseldorf nicht, die Fortuna ist Tabellenzweiter. Dieser Platz kommt nicht von ungefähr.“

Und auch der Präsident, der derzeit allerdings als Notvorstand fungieren muss, hat sich nach langer Zeit mal wieder zu Wort gemeldet. Auf der vereinseigenen Homepage erklärte Gerhard Mayrhofer u.a. Folgendes: „Die meisten Fans haben ein feines Gespür dafür entwickelt, dass sich da gerade eine Mannschaft findet, die von Trainer Markus von Ahlen einen schlüssigen Matchplan bekommt und den mit viel Leidenschaft und auch Geschick umsetzt.“ Am Montag weiß man wieder mehr.

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tz

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