In vier Bereichen hapert es

Baustellen bei 1860: Wo Möhlmann jetzt anpacken muss

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Benno Möhlmann.

München - Der neue Löwen-Coach Benno Möhlmann muss einige Sachen in den Griff bekommen, damit es für den TSV 1860 wieder nach oben geht. Vor allem in vier Bereichen hapert es gewaltig.

Nun also Benno Möhlmann. Der neue Trainer des TSV 1860 soll dafür sorgen, dass Sechzig endlich wieder positive Schlagzeilen schreibt. Dass Sechzig endlich mal wieder nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat. Und dass im Umfeld mal wieder ruhiger gearbeitet werden kann. Der erfahrenste Coach der Zweitliga-Geschichte weiß dabei genau, was da auf ihn zukommt. "Es scheut mich nicht zu einem Verein zu kommen, wo vielleicht nicht alles ganz normal ist", sagte der 61-Jährige. Dabei hat er gleich mehrere Baustellen zu bearbeiten.

1. Sportliche Kompetenz

Bei allem Respekt: Die Geschäftsführer Noor Basha und Markus Rejek mögen in ihren Bereichen ihre Stärken haben, kommen aber beide nicht aus dem Fußball-Bereich. Rejek hatte bei seiner Beförderung wider Willen sogar extra noch betont, er sei bei 1860 "per se nicht mit sportlicher Kompetenz angetreten". Mit Necat Aygün ist zwar ein Sportdirektor da, der aber noch neu ist im Profi-Bereich ist.

Das könnte die Chance für Möhlmann sein. Der neue Chefcoach an der Grünwalder Straße wird sich jetzt ein Bild von seinen Profis machen, sie bewerten, nach ihren Stärken einsetzen - und gegebenenfalls handeln. Und zwar so, wie er es für richtig hält. Ohne, dass ihm da jemand reinredet.

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2. Die Stimmung

Nach der geglückten Relegation gegen Holstein Kiel sollte alles besser werden. Und ruhiger. Doch die "Jetzt erst recht"-Reaktion verpuffte schnell, als die Löwen wieder im tristen Zweitliga-Alltag angekommen waren und nach zehn Spieltagen schon wieder da stehen, wo sie eigentlich nicht mehr hinwollten: ganz unten.

Nun liegt es an Möhlmann, eine neue Aufbruchstimmung zu erzeugen. Das geht bekanntlich am besten mit guter Arbeit, noch besseren Auftritten auf dem Rasen und Punkten. Dazu gehört aber auch, dass der Verein und sein Umfeld nicht immer nur vom ganz Großen träumt - zumindest vorerst nicht. "Es ist wichtig, dass 1860 auch mal die Zweite Liga akzeptiert“, sagte Möhlmann. Was dafür sorgen könnte, dass die Laune nicht gleich wieder bei der nächsten Niederlage ins Negative kippt.

3. Die Torflaute

Rubin Okotie war in der vergangenen Saison noch die Tor-Hoffnung des TSV 1860. Jetzt bringt er es in acht Einsätzen gerade einmal auf einen Treffer - und steht damit im Grunde sinnbildlich für die Flaute im Löwen-Sturm. Sieben Münchner Tore in zehn Begegnungen entspricht gerade einmal einem Schnitt von 0,7 Toren pro Partie! Viel zu wenig, um in die sicheren Gefilde der Tabelle vorzustoßen.

Nun liegt es natürlich nicht an Okotie und seinen Sturm-Kollegen wie Marius Wolf allein. Wie heißt es doch so schön? Ein Stürmer muss gefüttert werden. Mit ordentlichen Flanken. Mit den viel zitierten tödlichen Pässen. Mit mehr Struktur im Spiel der Sechziger. Beim jüngsten 1:1 in Bielefeld gaben die Löwen gerade einmal neun Torschüsse ab, währen es die Ost-Westfalen auf 19 brachten. Auffällig: Dabei war nicht ein einziger Kopfball dabei.

4. Nach Führung nicht nachlassen

Mal holte Sechzig einen Punkt nach Rückstand, aber mal reichte es auch eben trotz Führung nur zu einem Remis. In drei Partien ging der TSV 1860 jeweils in Führung. Dreimal sprang am Ende eben nur ein mageres Pünktchen heraus - wie zuletzt in Bielefeld. Nach dem 1:0 durch Marius Wolf ließ die Mannschaft sukzessive nach und brachte den Gegner auf diese Weise zurück ins Spiel. Soll in Kürze der erste Sieg gelingen, müssen Möhlmann und seine Löwen diese Probleme schleunigst in den Griff bekommen.

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