Sechzig-Trainer hart Personalsorgen

Möhlmann setzt auf die Offensive

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Der neue Sechzig-Trainer und einer der wenigen fitten Profis: Benno Möhlmann (l.) begrüßt Rodnei.

München - In seinen ersten Tagen als Sechzig-Trainer sieht sich Benno Möhlmann Personalsorgen ausgesetzt. Für den Test gegen Innsbruck wird's eng. Die Löwen werden wohl offensiver agieren.

Als er am Dienstag seine Arbeit beim TSV 1860 aufnahm, bedauerte Benno Möhlmann, dass ihm wegen der Länderspielwoche nicht alle seiner neuen Spieler zur Verfügung standen. Mittlerweile dürfte der 61-jährige Trainer ganz anders darüber denken und froh darüber sein, dass an diesem Wochenende keine Punktspiele anstehen. Denn dann hätte Möhlmann massive Aufstellungsprobleme.

An Feldspielern stehen ihm derzeit nämlich nur noch Christopher Schindler, Rodnei, Michael ­Liendl, Milos Degenek, Daylon Claasen, Marius Wolf, Richard Neudecker, Stephane Mvibudulu und Krisztian Simon zur Verfügung, dazu würden als Stammspieler noch Rubin Okotie und Maxi Wittek stoßen, die sich ebenso wie Stefan Mugosa und Fejsal Mulic derzeit bei ihren Nationalmannschaften aufhalten.

Somit fehlen am Freitagabend im Testspiel bei Wacker Innsbruck (bei uns im Livestream) insgesamt 16 Spieler, weil kurzfristig auch noch Daniel Adlung (Wadenprobleme), Korbinian Vollmann (Fußverletzung) sowie der erkrankte Gary Kagelmacher darauf verzichten mussten, in den Bus nach Tirol einzusteigen. Dafür durften etliche Nachwuchskräfte aus der U 23 und U 19 die Reise zum Benefizspiel für die nach einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte österreichische Stabhochspringerin Kira Grünberg mitmachen.

Möhlmann: "Mehr Arbeit in Offensivabläufe"

Logisch, dass Möhlmann angesichts dieses personellen Engpasses bei seiner Premiere auf der Trainerbank der Löwen so gut wie keine Gelegenheit hatte, zum ersten Mal etwas von seiner Spielphilosophie einbringen und für den Ernstfall verwerten zu können.

Wofür steht eigentlich Benno Möhlmann als Trainer? In einem Interview mit dem Spiegel sagte er mal: „Ende der Neunziger, zu meiner Zeit in Fürth, stand mein Name für Ordnung, Disziplin und Abwehrarbeit. Trotzdem haben wir auch damals attraktiven Fußball gespielt. Aber heute stecke ich mehr Arbeit in die Offensivabläufe. Defensive Ordnung ist die Basis, aber der Fußballspaß beginnt mit dem Ballbesitz und offensiven Angriffsvariationen.“ Die Löwen können es brauchen. Haben sie doch in zehn Spielen erst sieben Tore erzielt.

tz

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