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Benny Bomber bricht den Bann

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Benjamin "Benny" Lauth (links) jubelt über sein Tor zum 0:1 mit Fabian Johnson und José Holebas.
Benjamin "Benny" Lauth (links) jubelt über sein Tor zum 0:1 mit Fabian Johnson und José Holebas. © Fishing4

Rostock - Ernüchternde Zahlen bei der Delegiertenversammlung, das Prinzip Hoffnung als einzige Perspektive – wenigstens sportlich haben die Löwen wieder Grund zur Heiterkeit. Benny Lauth sei Dank!

Lauth ohne Interesse an Neuverpflichtungen

Mit einem fulminanten Schuss aus der Drehung sicherte Benjamin Lauth dem TSV 1860 den Sieg in Rostock. Doch nach der Pause wurde deutlich: Den Löwen fehlt ein zweiter Stürmer mit Durchschlagskraft. Benjamin Lauth will davon nichts wissen.

Durch einen perfekten Rechtsschuss des Fanlieblings in der 77. Minute gewannen die Sechziger am Montag Abend bei Schneetreiben das Auswärtsspiel in Rostock mit 1:0 (0:0), obwohl Hansa im zweiten Durchgang phasenweise drückend überlegen war. Mit dem ersten Treffer nach 366 torlosen Minuten und dem ersten Dreier seit dem Sieg gegen Koblenz Ende Oktober stiegen die Löwen in der Tabelle auf Platz acht; Ein Heimsieg gegen Wehen am Sonntag, und der Anschluss nach oben wäre wieder geschafft!

Danke, Benny!

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„Ich bin zufrieden, aber es war ein glücklicher Sieg“, sagte 1860-Coach Marco Kurz. „Von den letzten drei Spielen war das unser schwächstes.“ Geschäftsführer Stefan Reuter brachte das Geschehen auf den Punkt: „Lauths individuelle Klasse hat das Spiel entschieden.“

Auf drei Positionen hatte Kurz seine Startelf gegenüber dem 0:1 gegen den FC Augsburg verändert. Für den gelbgesperrten Thorandt und die formschwachen Ledgerwood und Holebas, rückten Benjamin Schwarz, Beda und erstmals seit zwei Monaten wieder Toni Di Salvo ins Team. Für den Italiener ein besonderes Zuckerl, schließlich hatte er seine Stürmerdienste zwischen 2002 und 2006 an der Ostsee verrichtet. „Tonis Trainingsleistung war gut. Es ist der Moment, wo er seine Chance bekommt“, sagte Kurz, um angesichts der Torflaute anzufügen: „Jeder Spieler muss eine Schippe drauflegen, alle sind gefragt, Tore zu schießen.“ Bis zu Timo Gebhart und Fabian Johnson war der Kurz-Appell leider nicht durchgedrungen. Wie schon gegen Augsburg vergaben die Löwen ihre frühen Großchancen fahrlässig. Erst scheiterte Gebhart nach Steilpass von Beda freistehend an Hansa-Keeper Hahnel (9.), dann brachte es Johnson fertig, nach einem Doppelpass mit Gebhart ungedeckt aus zehn Metern weit neben den linken Pfosten zu schießen (15.).

So kam’s wie’s zuletzt immer kam. Die Abspielfehler bei 1860 häuften sich, die gewonnenen Zweikämpfe wurden rarer. Und die erstmals von Dieter Eilts gecoachten Rostocker immer mutiger. Beda und Berhalter mussten zweimal klären (18.), dann durften sich die Blauen bei Philipp Tschauner bedanken, dass es zur Halbzeit wenigstens 0:0 stand. Kerns Kopfball aus drei Metern tauchte der Torwart bravourös aus dem kurzen Eck (34.).

1860 gegen Hansa Rostock: Die Einzelkritik

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Und auch nach der Pause setzte sich der Trend fort. Rostock wurde dominanter, zwang die Löwen mit aggressivem Pressing zu Fehlern. Die Torchancen ließen nicht lange auf sich warten. Oczipka scheiterte bei seinem 20-Meter-Schuss an Tschauner (55.), vier Minuten später hatten alle Rostocker den Kopfball von Orestes hinter der Torlinie gesehen, Schiri Meyer wähnte die Rettungstat von Tschauner vor dem Kreidestrich, frage aber zur Sicherheit beim Keeper nach.

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Und dann kam sein Auftritt. Langer Ball von Hoffmann, Benny Lauth nimmt 20 Meter vor dem Tor mit der Brust an, Drehung, Schuss, und – Bumm! – schlägt’s ein im linken Eck. Es gibt auch noch positive Knalleffekte bei den Löwen!

Quelle: tz

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