Niederlage und Kapitänsentscheidung

Lauth wundert sich über die Löwen

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Benny Lauth verabschiedete sich im letzten Heimspiel der vergangenen Saison nach sechs Jahren von den Löwen-Fans.

München - Benny Lauth verfolgt auch nach seinem Wechsel nach Ungarn das Geschehen bei den Löwen mit großem Interesse. Er sieht sich selbst inzwischen als Fan und verspürt "viel Wehmut".

Nach sechs Jahren bei seinem zweiten Engagement an der Grünwalder Straße verabschiedete sich Benny Lauth in diesem Sommer von 1860 München. Die Verantwortlichen um den neuen Sportdirektor Gerhard Poschner wollten den Vertrag mit dem langjährigen Fan-Liebling nicht verlängern. Stattdessen wurde der Kader umstrukturiert und verjüngt.

Lauth hat sich bei seinem neuen Verein Ferencvaros Budapest inzwischen gut eingelebt. Zwar schied man in der Europa League Qualifikation aus, der Saisonstart verlief mit einem Sieg und einer Niederlage aber ordentlich. Lauth ist noch torlos. Das Geschehen bei Sechzig verfolgt der 33-Jährige weiterhin mit großem Interesse, allerdings aus einer neuen Perspektive: "Eher in der Rolle eines Fans, weil ich die meisten Spieler ja noch kenne und zu vielen noch Kontakt habe. Aber auch mit viel Wehmut", gibt der Ex-Löwen-Kapitän gegenüber der Bild-Zeitung zu.

Das kuriose erste Saison-Spiel von 1860 gegen Kaiserslautern verfolgte er im Fernsehen und bezeichnet die Pleite als "unerklärlich". Höchstens der Elfmeter zum 1:2-Anschlusstreffer für Kaiserslautern könnte aus seiner Sicht ein Auslöser gewesen sein: "Wenn nach einer 2:0-Führung das 1:2 fällt, fängst du an, den Kopf einzuschalten. Dann bist du nicht mehr so sicher wie zuvor. Und in Lautern kommen dann noch die Fans dazu. Schade, dass sich das Spiel so gedreht hat."

Von der Entscheidung des neuen Trainers Ricardo Moniz, Julian Weigl zum Kapitän zu ernennen, zeigt sich Lauth überrascht: "Eine ungewöhnliche Entscheidung. Aber aufgrund seiner Leistung hat es 'Ju' ganz sicher verdient", lobt der Ex-Kapitän den 18-Jährigen.

Das erste Heimspiel der Löwen, am Sonntag gegen RB Leipzig, wird sich "Benny Bomber" sicherlich auch nicht entgehen lassen. Denn selber spielen muss er mit Ferencvaros erst am Abend. Zur Stadion-Eröffnung gastiert der FC Chelsea in Budapest.

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mzl 

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