Mahnung an die Fans: Keine Pyro, keine Gewalt

BFV-Präsident Koch: Keinerlei Anhaltspunkte für 1860-Insolvenz

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Rainer Koch geht entspannt in die neue Regionalliga-Saison.

BFV-Präsident Dr. Rainer Koch geht von einem planmäßigen Start des TSV 1860 in der Regionalliga aus. Er sieht „eine besondere Note“ dank der Löwen. An die Fans hat er aber eine Mahnung.

München - In einer Woche startet die Regionalliga Bayern in die Spielzeit 2017/18, das Eröffnungsspiel bestreitet der TSV 1860 beim FC Memmingen. Der prominente Neuzugang in der Spielklasse elektrisiert die anderen Teams, und auch der BFV-Präsident und DFB-Vize Dr. Rainer Koch freut sich. „Das werden für alle Gegner sportliche Highlights“, so Koch im Interview mit der Bild. „Es wird wohl auch kein Spiel geben, bei dem nicht eine beachtliche Zahl an 1860-Fans im Stadion sein wird – auch auswärts. Das macht die Regionalliga Bayern so interessant und verleiht ihr eine besondere Note.” (So sieht der 1860-Spielplan für die Regionalliga aus)

Koch steht in regelmäßigem Austausch zum TSV 1860, er geht von einem planmäßigen Beginn der Regionalliga und der Löwen-Spiele im Grünwalder Stadion aus  - und nicht von einer Insolvenz, die noch immer im Raum zu stehen scheint. Er habe „keinen Anhaltspunkt für eine Insolvenz. Nach allem was mir dargestellt wurde, ist es ohne weiteres möglich, den Spielbetrieb mit laufenden Einnahmen zu finanzieren. Etwa durch Einnahmen von Sponsoren.”

Koch: Das passiert bei einer 1860-Insolvenz

Aber was passiert, wenn es doch noch so weit kommen sollte und die Löwen zahlungsunfähig wären? „Die Insolvenz-Anmeldung eines Vereins bedeutet ja nicht, dass man mit dem Fußball in der Regionalliga Bayern aufhören muss. Käme die Insolvenz, und nochmal, ich habe momentan keinerlei Anhaltspunkte für ein solches Szenario, dann tritt die Regelung in Kraft, dass neun Punkte in der Tabelle abgezogen werden. Ein Problem würde es erst dann geben, wenn keine Einnahmen mehr erzielt werden, aus denen der laufende Spielbetrieb finanziert werden kann.”

Koch fordert: „Null Pyro und null Gewalt“

Die immense Anzahl an Löwen-Fans, die den Partien ihres Teams beiwohnen werden, stellen viele Regionalliga-Standorte vor logistische und organisatorische Herausforderungen. Sorgen macht sich Koch deswegen aber nicht, er glaubt an friedliche Spiele. „Wenn aber gegen Regeln verstoßen wird, verfolgen wir seit jeher gemeinsam mit den Polizeibehörden und Ordnungsämtern eine klare und konsequente Linie. Wir setzen darauf, dass die Fans das auch verstehen. Es gilt: Null Pyro und null Gewalt.“ Über eventuelle Spielverlegungen in andere Stadien entscheiden die lokalen Ordnungsbehörden selbst. 

Die Kritik von 1860-Gesellschafter Hasan Ismaik an seiner Person lässt Koch unkommentiert. Moderner Fußball ohne Investoren und Sponsoren sei nicht mehr vorstellbar, es sei „aber auch nicht wünschenswert, einen Spielbetrieb zu haben, in dem wir Firmen-Meisterschaften austragen. Ich bin sehr dafür, dass die zentralen Entscheidungen durch die eingetragenen Vereine, also die Mutter-Vereine, getroffen werden.“

fw

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