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Biero angefressen nach Sieg: „Die Schiris sollten unsere Spieler schützen!“

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Von: Florian Naumann

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Regional Liga Bayern TSV 1860 München - Greuther Fürth 2Saison 2017 / 2018
Daniel Bierofka war mächtig sauer. © sampics / Stefan Matzke

Buchstäblich Blut und Schweiß kostete den TSV 1860 der Sieg über Greuther Fürth II. Trainer Daniel Bierofka hatte einige Wut im Bauch. Die Stimmen zum Spiel:

München - Neunzig harte, verlustreiche Minuten mussten die Löwen am Freitag hinter sich bringen. Am Ende stand ein dreckiger 1:0-Erfolg über die Zweitvertretung der Spielvereinigung Greuther Fürth - und zwei, vielleicht sogar drei, Verletzungen. Felix Weber und Nico Karger mussten vom Feld, Aaron Berzel humpelte zuletzt nur noch über den Rasen.

Bei den 60-Akteuren mischten sich nach dem Match dementsprechend Erleichterung und Sorge. Die Stimmen zum Spiel:

Trainer Daniel Bierofka ...

... über die Leistung seiner Mannschaft: Heute war eigentlich ein gebrauchter Tag, auch mit den zwei Verletzungen. Und normalerweise gewinnst du so ein Spiel an so einem Tag nicht. Aber da sieht man auch, was für eine Moral und was für einen Charakter diese Mannschaft hat. Dass sie nie aufgibt, dass sie immer dran glaubt, dass sie so ein Spiel auch gewinnen kann - da muss ich heute den Hut vor meiner Mannschaft ziehen.

... über seinen Kenntnisstand zu den Verletzungen: Ich hoffe, dass es beim Felix nicht so schlimm ist, beim Röntgen ist jetzt nichts raus gekommen, aber morgen früh kommt der MRT. Bei Nico Karger wissen wir‘s noch nicht genau. Aaron Berzel ist umgeknickt, da wissen wir auch noch nicht, wie schlimm die Sache ist. Insofern ist das schon ein hart erkaufter Sieg für uns.

... über den aktuellen Tabellenstand: Schweinfurt hat in Rosenheim Punkte liegen lassen, insofern schaut‘s momentan ganz gut aus. Aber jetzt müssen wir erstmal die Wunden lecken und schauen, was bei den Jungs rauskommt. Das ist für mich jetzt erstmal wichtiger.

... über die harte Gangart des Gegners: Wir sind‘s ja mittlerweile gewohnt. Ich kann es ja verstehen: Die junge Mannschaft ist da motiviert, die will beweisen, dass sie hier bestehen kann. Ich war eher überrascht über den Schiedsrichter. Seine Regelauslegung hat mich ein bisschen irritiert, wenn ich‘s jetzt mal nett ausdrücken will. Man muss auch mal schauen, dass man unsere Spieler schützt. Da sollten die Schiedsrichter konsequent pfeifen.

Sieg-Torschütze Daniel Wein ...

... über seine Gefühle nach dem knappen Sieg: Das ist schwer zu sagen. Die beiden Verletzungen tun uns natürlich weh, ich hoffe, dass es nicht so schlimm ist. Aber dass wir das am Ende gewonnen haben war ganz wichtig, auch für die beiden Jungs.

... über seine Rolle auf der Doppel-Sechs mit Aaron Berzel: Momentan sind wir eine Bank, das sechste oder siebte Spiel hintereinander ohne Gegentor. Das ist natürlich eine Qualität, die wir erst entwickelt haben, das ist am Anfang noch nicht ganz so gut gelaufen. Aber das ist etwas, das uns der Trainer immer wieder eintrichtert - dass zuerst die Null stehen muss. Das setzen wir im Moment ganz gut um.

... über den Sechs-Punkte-Vorsprung nach Schweinfurts Last-Minute-Remis: Im Moment ist das noch gar nicht so wichtig, wir müssen eigentlich auf uns schauen, wir müssen unsere Spiele gewinnen. Was die anderen machen, ist uns im Moment noch total egal.

... über die Unterstützung der Fans am Freitag: Die Fans sind überragend. Gerade, wenn's mal nicht so gut läuft, hört man die Fans 90 Minuten lang schreien. Das macht das Ganze ein Stück weit einfacher. Und wenn man dann gewinnt, einen dreckigen Sieg holt, ist das natürlich noch mal geiler.

... über seine Feier- und Wiesn-Pläne nach dem Sieg: Ein alkoholfreies Bier müsste schon drin sein, da müsste man mal mit Biero reden, was möglich ist. Ich geh eher ins Zelt rein als auf die Fahrgeschäfte.

15.09.2017, Fussball Regionalliga, TSV 1860 München - Greuther Fürth II
Daniel Wein bejubelt seinen wichtigen Treffer zum spielentscheidenden 1:0 © MIS

Vorlagengeber Sascha Mölders ...

... über den holprigen Spielverlauf: Am Ende zu gewinnen ist wirklich gut. Ich denke, wir haben in der ersten Halbzeit auch ein bisschen Pech gehabt. Ich weiß nicht, mein Abseits-Tor - für mich war das grenzwertig. Ich hoffe, dass man auch wirklich mal wieder sagt, im Zweifelsfall für den Angreifer. Das wäre das frühe 1:0 gewesen, und ich denke, da hätten wir uns dann leichter getan.

... über die starke Defensivleistung der letzten Wochen: Du musst halt einfach ein Tor mehr schießen als der Gegner, dann hast du die drei Punkte. Das wollten wir heute unbedingt! Und jetzt sind wir einfach überglücklich, dass wir gewonnen haben. Ich freu mich auch für Daniel Wein, dass er auch mal ein Tor gemacht hat.

... über seine fünfte Gelbe Karte, zwei Wochen vor Schweinfurt: Nein, das war nicht taktisch. Man kann nie sagen, ob das gut oder schlecht ist. Ich hätte gerne gegen Unterföhring gespielt, man weiß ja auch nicht, was mit Nico Karger ist.

Der Ticker zum 1:0-Erfolg zum Nachlesen

Der aktuell verletzte Timo Gebhart ...

... über den „dreckigen Sieg“: Es war bis zur letzten Minute ein kampfstarkes Spiel von beiden Seiten. Man muss Greuther Fürth loben, die haben das gut gemacht. Aber wir hätten am Anfang schon ein Tor machen können - und haben dann verdient gewonnen.

... über die Erleichterung nach dem späten Tor: Das ist natürlich schön, wenn man kurz vor Schluss ein Tor macht. Das war auch super für die Fans, die haben uns heute wieder toll unterstützt.

... über die Verletzungen: Wenn zwei oder drei Spieler ausfallen, ist das natürlich schwierig für uns. Auch für die nächsten Spiele ist es wichtig, dass nun nicht noch mehr Leute ausfallen.

Geschäftsführer Markus Fauser ...

... über die beiden Verletzungen in der ersten Halbzeit: Das tut uns natürlich weh. Aber wir sind stark genug das auffangen zu können, auch wegen dem guten Teamgeist.

... über die aktuellen Aufgaben im Hintergrund: Wir arbeiten Punkt für Punkt ab und verbessern die Strukturen. Ziel ist es natürlich, direkt wieder in den Profifußball zurückzukommen. Daran arbeiten wir momentan.

... über die Beziehung zu Hasan Ismaik: Zwischen den Gesellschaftern findet keine direkte Kommunikation statt, die Kommunikation läuft über die Berater, über Yahya Ismaik und auch Anthony Power. Aber Herr Ismaik verfolgt die Spiele live, verfolgt auch die Entwicklungen im Verein und ist in alle Entscheidungsprozesse eingebunden.

fn

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