Frust beim Reserve-Coach

Biero kann "Komplimente der gegnerischen Trainer nicht mehr hören"

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Daniel Bierofka attestierte seiner Mannschaft einen naiven Auftritt.

TSV 1860 München II - Er habe „selber keine Lust mehr, jede Woche die selbe Schallplatte aufzulegen“, zeterte Daniel Bierofka nach der Last-Minute-Niederlage in Unterfranken.

Erst in der Nachspielzeit mussten die Junglöwen in Schweinfurt den einzigen Treffer der Partie hinnehmen, als Marino Müller eine Flanke einköpfte (92.). Wie schon am Sonntag zuvor bei der 0:1-Niederlage gegen Spitzenreiter Regensburg hatte der Löwen-Nachwuchs spielerisch durchaus zu überzeugen gewusst, sich vor dem gegnerischen Tor jedoch allzu zahnlos präsentiert. Erschwerend kam in Schweinfurt noch hinzu, dass sich Emanuel Taffertshofer in der 71. Minute eine Gelb-Rote Karte einhandelte, nachdem er den späteren Torschützen Müller geschubst hatte. Sein Trainer war davon wenig begeistert: „Da darf er sich nicht provozieren lassen, der Schiedsrichter hatte fast keine andere Wahl. Für unser Spiel war das natürlich nicht optimal.“

Dabei hatte seine Elf zuvor „alles unter Kontrolle gehabt“, wie Bierofka berichtete, nach dem Platzverweis aber sei es „ein offenes Spiel“ gewesen. Die größte Torgelegenheit der Partie offenbarte sich den Junglöwen dennoch erst in Unterzahl, als Nico Karger an einem Abwehrspieler der Platzherren auf der Torlinie scheiterte (75.). Und so musste Bierofka doch die selbe Schallplatte auflegen wie vor Wochenfrist. „Nicht zielstrebig genug“ hätte sein Team agiert, monierte er, „wir müssen schauen, dass wir den Ball mal im Tor unterbringen“, dafür müsste „vielleicht auch mal ein Tor einfach erzwungen werden“. Zudem könne er „die Komplimente der gegnerischen Trainer inzwischen nicht mehr hören“.

Da die Partie am Freitagabend um 20.30 Uhr angepfiffen worden war, kehrten der gepeinigte Trainer und seine frustrierte Mannschaft zu allem Überfluss am Samstag erst gegen drei Uhr morgens nach München zurück. Das Wochenende war ohnehin gelaufen für den ehrgeizigen Ex-Profi, der die Vorstellung seiner Elf im Prinzip auf ein Wort reduzierte: „Naiv.“

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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