Biero über Aufstieg: "Versuchen, was zu reißen"

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Daniel Bierofka beendet nach der vergangenen Saison seine Karriere als Spieler beim TSV 1860.

München - Daniel Bierofka hat die Nachfolge des zu den Profis abkommandierten Torsten Fröhling angetreten. In einem Interview spricht er über seine neue Aufgabe beim TSV 1860 II.

146 Einsätze und 19 Tore in der Bundesliga, 138 Spiele und 20 Treffer in der 2.Liga, 16 Europapokalspiele und drei Länderspiele (ein Tor) - das ist die Profi-Bilanz von Daniel Bierofka. Kein schlechtes Bewerbungsschreiben, um bei den ambitionierten Junglöwen Eindruck zu schinden. Autoritätsprobleme dürfte die lebende Löwen-Legende nicht haben.

Doch auf Effekthascherei ist der ehemalige Mittelfeldmotor des TSV 1860 nicht aus. Vor allem, weil sein Vorgänger mit Rang zwei in der Regionalliga Bayern große Fußstapfen für Bierofka hinterlassen hat, gibt er sich bescheiden. "Ich kann Torsten Fröhling nicht ersetzen, er hat mir viel Trainererfahrung voraus", sagt der 36-Jährige im kicker-Interview. "Ich werde versuchen, die gute Arbeit von Torsten Fröhling weiterzuführen. Gerade das, was die Mannschaft auszeichnet: die Aggressivität, die Leidenschaft, das Tempo und die Fitness."

Ein wichtiger Ratgeber ist auch sein Vater Willi, der selbst Profi und einst Trainer bei den Löwen war. "Ich wäre ja blöd, wenn ich nicht ab und zu mal auf seine Erfahrung zurückgreifen würde", gibt Bierofka zu, stellt aber klar. "Am Ende liegt die Entscheidung alleine bei mir."

Seine Spieler will er trotz der guten Platzierung im Saisonendspurt nicht unnötig unter Druck setzen. Wohlwissend, dass inzwischen einige Youngster im Kader der Profis stehen. Darum vermeidet Bierofka wahrscheinlich bewusst die Worte "Meister" oder "Aufstieg". "Jetzt geht es in den letzten zwölf Spielen noch darum, sich zu belohnen. Wir wollen mit Freude und Spaß rangehen und versuchen, vielleicht noch was zu reißen", sagt er mit Blick auf den hauchdünnen Drei-Punkte-Rückstand auf Tabellenführer Würzburg.

Die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach ist Anwärter Nummer eins auf den Aufstieg in die 3. Liga. Je nachdem, wie Bierofka und seine Spieler die ersten drei Partien gegen die kleinen Bayern, Schalding-Heining und Nürnberg überstehen, könnte es Ende März zum absoluten Spitzenspiel im Grünwalder Stadion kommen. Dann empfängt der TSV 1860 II die Kickers.

jb

Quelle: fussball-vorort.de

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