Warten auf Gebhart

Bierofka: „Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen“

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Der TSV muss sich durchwurschteln um die Tabellenführung zu halten. 

Dass der TSV ab Winter personell nachrüsten muss ist ein offenes Geheimnis. Denn Gebhardt muss weiter pausieren und Bierofka ist nicht bereit seine Gesundheit zu gefährden.

Diese Vorlage kam Daniel Bierofka gerade recht. „Sechzig holt den Meistertitel. Ich wünsche ihnen viel Erfolg in den Aufstiegsspielen“, sagte Memmingens Coach Bernd Kunze nach dem 2:0-Sieg der Löwen am Freitagabend. Die Antwort des 1860-Trainers: „Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit, dann ist es schwierig, über die Meisterschaft zu reden.“

Acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Ingolstadt II hin oder her – der „naive, planlose und total hektische“ Auftritt seiner Mannschaft nach der 2:0-Pausenführung war ­Bierofka extrem sauer aufgestoßen. Statt die Partie zu kontrollieren, ermunterten die Löwen die Allgäuer mit leichten Ballverlusten zu Gegenangriffen. „Da müssen wir wahnsinnig dran arbeiten, dass wir die Bälle nicht herschenken“, mahnte Bierofka. „Eine erfahrene Mannschaft holt den Gegner nicht mehr zurück ins Spiel. Wenn wir dahinkommen wollen, wo wir möchten, dann müssen wir das Ding runterspielen, das 3:0 machen, den Mund abputzen und Danke sagen für drei Punkte.“

Die Konsequenz für die kommende Übungswoche (ab Dienstag, 10 Uhr): „Das werden wir ganz klar ansprechen, trainieren und dann hoffe ich, dass wir es das nächste Mal besser machen.“

Am Samstag (14 Uhr) gastieren die Löwen bei Wacker Burghausen, danach warten bis zur Winterpause in der Liga noch die Spiele gegen Buchbach (20.11., 20 Uhr), in Rosenheim (26.11., 14 Uhr) und gegen Schalding-Heining (1.12., 14 Uhr). Man ahnt: Die Sechziger werden sich durchwurschteln müssen, um als klarer Tabellenführer in die Pause zu gehen. Das Fehlen des erfahrenen Timo Gebhart machte sich zuletzt eklatant bemerkbar. Im blauen Mittelfeld gibt es niemanden, der dauerhaft den Rhythmus bestimmen kann.

Bierofka muss man das nicht erzählen. Nur im Kollektiv sei der Verlust halbwegs aufzufangen, erklärte der Trainer bereits vor Wochen, Dass im Winter nachgerüstet werden soll, ist ein offenes Geheimnis. Zumal der mögliche Ersatz Lino Tempelmann (18) kurz vor Transferschluss an den SC Freiburg abgegeben wurde.

Gebhart selbst muss nach seinem Muskelbündelriss und Sehnenanriss im Oberschenkel weiter pausieren. „Bei Timo ist die Gefahr zu groß, dass die Sehne nachhaltig beschädigt wird“, sagt ­Bierofka. „Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen. Die wichtigen Spiele kommen ohnehin erst nach der Winterpause.”

Und die allerwichtigsten erst Ende Mai. Der DFB hat die Relegationsspiele um den Drittliga-Aufstieg für den 24. Mai (Donnerstag) und 27. Mai (Sonntag) angesetzt. Die Regionalliga-Saison endet am 13. Mai.

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