Stimmung bei 1860 II blendend

Bierofka knöpft Herrlich einen Punkt ab

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Kampf um jeden Zentimeter: Michael Kokocinski (1860) gegen den Regensburger Torschützen Haris Hyseni (l.)

Besinnliche Ostern? Kennt Daniel Bierofka nur vom Hörensagen. „Schon als Kind“, berichtet er, hätte er durch seinen Vater Willi, der selbst jahrzehntelang als Trainer tätig war, die Osterfeiertage „meistens auf irgendwelchen Fußballplätzen verbracht“.

Ein wenig aber plagt ihn scheinbar doch das schlechte Gewissen, dass er seine Spieler nach dem 1:1 am Gründonnerstag in Regensburg sowohl am Karfreitag als auch am Ostersonntag zum Training lädt. „Ein bisschen ungewöhnlich“ sei das schon, räumt der 37-Jährige ein, „nach dem nächsten Spiel haben wir dann aber zehn Tage Pause, da können die Jungs mal durchschnaufen“. Steht jenes nächste Spiel doch bereits am Mittwoch (19 Uhr) auf dem Programm, wenn Bierofkas Junglöwen den 1. FC Schweinfurt empfangen. Trotz der arbeitsreichen Feiertage ist die Stimmung beim 1860-Nachwuchs und dessen Trainer blendend. Mit der Punkteteilung beim Tabellenführer ist die Bierofka- Elf seit mittlerweile sieben Partien unbesiegt, in den fünf Spielen des neuen Jahres mussten erst zwei Gegentore hingenommen werden.

„Vor allem die Entwicklung der Mannschaft“ erfreue ihn, betont der Ex-Profi, die dreiwöchige Indien-Reise während der Winterpause hätte sein Team „noch mehr zusammengeschweißt“, erklärt er immer wieder. Und immer wieder bestätigt dies seine Elf auf dem Platz. Beim Spitzenreiter hatte Torhüter Michael Netolitzky zunächst einen von ihm selbst an Ex-Löwe Markus Ziereis verursachten Strafstoß pariert (21.). Auch mithilfe einiger guter Tipps des Trainers, der sich nach eigenem Bekunden „alle 25 Spiele von Regensburg angeschaut“ hatte und dabei auch auf die Vorlieben von Kolja Pusch, dem etatmäßigen Schützen der Oberpfälzer, gestoßen war. Veredelt wurde diese Parade noch vor dem Seitenwechsel durch Nicolas Andermatt, der einen abgewehrten Schuss von Nicholas Helmbrecht zur 1860-Führung einschob (39.).

Bis in die Schlussphase konnten die Junglöwen diese Führung verteidigen, erst Haris Hyseni rettete noch einen Punkt für Heiko Herrlichs Aufstiegsaspiranten (84.). Über 1000 mitgereiste Löwenfans feierten ihr Team nach Abpfiff dennoch. Und auch der Trainer zeigte sich zufrieden, obwohl er den „Sieg schon schmecken konnte“, wie Bierofka bekannte. „Von der individuellen Qualität her ist Regensburg die beste Mannschaft der Liga“, erklärte der Ex- Profi, daher sei er mit dem Gezeigten sowie mit dem Resultat durchaus einverstanden. In den letzten acht Spielen gelte es nun, so Bierofka, „die Serie aufrecht zu erhalten und noch die ein oder andere Mannschaft zu überholen“.

Quelle: fussball-vorort.de

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