Meisterschaft wichtiger als Bayern schlagen

Derby - na und? „Wir werden am Sonntag was abbrennen, aber ...“

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Trainer Daniel Bierofka (r.) im Gespräch mit Phillipp Steinhart.

Rot gegen Blau, FC Bayern gegen TSV 1860 - das ist Prestige pur. Doch für die Löwen ist der Aufstieg deutlich wichtiger als ein Derbysieg.

Am Sonntag können die Löwen endgültig die letzten Zweifel an der Meisterschaft ausmerzen. Einen einzigen Punkt braucht 1860 noch, um den Regionalliga-Titel perfekt zu machen. Wie passend, dass jetzt ausgerechnet das Derby ansteht (wir berichten im Live-Ticker). Von der Säbener Straße flog auch schon der erste Giftpfeil in die Richtung des Stadtrivalen. „Es ist auf Deutsch gesagt schon scheiße, wenn ich gegen die Roten zweimal verliere. Ich glaube, da tröstet auch ein möglicher Aufstieg nicht drüber hinweg“, sagte Bayern-Trainer Tim Walter im Hinblick auf die 0:1-Niederlage der Löwen im Hinspiel.

Von Daniel Bierofka gab es jetzt den Konter. „Dass der Tim Walter so was sagt, ist sein gutes Recht. Mein Recht ist es aber, dass es mich nicht interessiert“, sagt der Trainer. „Das geht mir so was wo vorbei. Mein Ziel war es immer, die Meisterschaft zu holen und nicht, beide Derbys zu gewinnen.“ 

„Warum sollten wir über eine Derby-Niederlage traurig sein, wenn wir aufsteigen?“

Auch Phillipp Steinhart kann über Walters Aussagen nur milde lächeln. „Klar wäre das für die Fans und den Verein nicht schön, wenn wir zweimal verlieren – aber davon gehe ich nicht aus. Ich denke, dass wir am Sonntag was abbrennen werden“, sagt der Verteidiger. „Aber warum sollten wir über eine Derby-Niederlage traurig sein, wenn wir aufsteigen?“

Neben Markus Ziereis, den eine Zerrung plagt, könnte auch Kapitän Felix Weber fehlen. „Hinter ihm steht ein Riesen-Fragezeichen“, sagt ­Bierofka. „Das tut uns weh. Aber jetzt müssen die Jungs, die hinten dran waren, das auffangen.“

Bierofka über Gebharts Zustand: „Ich traue ihm 15 bis 20 Minuten zu“

Timo Gebhart war ganz lang hinten dran – am Sonntag wird er zum ersten Mal seit seiner Verletzung Anfang September im Kader stehen. „Ich traue ihm 15 bis 20 Minuten zu.“ Je nach Spielstand versteht sich. „Mit ihm haben wir eine Waffe hinten dran, die für Wirbel sorgen kann, wenn wir in Rückstand geraten“, sagt Bierofka. „Mit ihm können wir offensiv zulegen!“

Wer übrigens keine Karte für das längst ausverkaufte Derby hat: Die Löwen veranstalten auf dem Trainingsgelände ein Public-Viewing für sechs Euro.

Lesen Sie auch: Götze bereit: "Nichts schöneres, als zwei Siege gegen 60"

Florian Fussek

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