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U21-Coach im Interview

Bierofka: "Wir müssen mehr tun als die Profis"

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Daniel Bierokfa will mit den kleinen Löwen ins obere Drittel.

München - 1860-II-Coach Daniel Bierofka spricht im großen Merkur-Interview kurz vor Saisonstart über seine Trainer-Zukunft und den momentanen Kader.

Eine knappe Woche bleibt Daniel Bierofka (36) und seiner U21 des TSV 1860 bis zum Saisonstart in der Regionalliga Bayern. Am kommenden Freitag (19 Uhr) eröffnen die Junglöwen die Spielzeit mit der Heimpartie gegen Wacker Burghausen. Seit Februar trainiert der Ex–Profi die 1860-Talente, seit Montag ist er im Besitz der „DFB–Junioren–Elite–Lizenz“. Wir sprachen mit ihm über seine erste komplette Vorbereitung als Chefcoach und die Saison 2015/16.

Herr Bierofka, die nächste Stufe auf der Ausbildungsleiter ist nun die „A–Lizenz“. Wann werden Sie diese in Angriff nehmen?

Dafür muss ich mich jetzt erst mal bewerben. Dann hoffe ich natürlich, dass ich möglichst schnell für einen Lehrgang zugelassen werde.

Ihr Vater Willi war Trainer, Sie selbst waren über 15 Jahre Profi, zum Teil unter weltbekannten Trainern wie etwa Giovanni Trapattoni. Was können Sie noch alles lernen?

Es geht schon alleine darum, dass du als Spieler zuerst auf dich selber schaust, als Trainer aber das Ganze im Blick haben musst. Du musst dich der Stimmung wegen auch um diejenigen kümmern, die nicht so oft spielen. Die Jungs müssen erkennen, dass da einer auf dem Platz steht, der einen Plan hat und nicht nur die Hütchen aufstellt. Ein Training wird zum Teil zwei Stunden vorbereitet, danach bin ich K.O., früher war das eher körperlich, heute mehr vom Kopf her.

Wie haben Sie die Relegations–Duelle gegen Kiel verfolgt? Immerhin stand die Zukunft ihres Teams auf dem Spiel.

Das Hinspiel habe ich im Familienurlaub gesehen. Beim Rückspiel war ich auf einem Lehrgang, wo wir am Abend noch eine Gruppenarbeit hatten. Weil da auch einige Bayern–Fans mit dabei waren und ich die Kommentare nicht ertragen hätte, bin ich allein auf mein Zimmer und hab mir das Spiel auf einem kleinen Fernseher angeschaut. Ich habe immer an den Klassenerhalt geglaubt, vor allem nach dem 1:1. Das zeichnet den Verein ja aus: Wenn es nicht so läuft, merkt man, wie alle zusammenstehen. Als es dann geschafft war, war ich einfach nur froh.

Nico Karger und Felix Weber sind mit den Profis im Trainingslager. Wie viele Spieler haben Sie momentan zur Verfügung?

18 Feldspieler, das ist für mich eine ideale Kadergröße. Klar ist aber: Wenn Torsten Fröhling einen Spieler hochzieht, freuen wir uns darüber und dürfen nicht jammern.

Letzte Saison standen Sie noch offiziell auf der Kaderliste. In dieser Saison erneut?

Nein. Meine aktive Karriere ist definitiv beendet.

Nach einem halben Jahr als Trainer: Ist das Ihr Ding, treten Sie in die Fußstapfen Ihres Vaters?

Momentan kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Wo der Weg hinführt, weiß man nicht. Aber mir macht die Arbeit Spaß, ich gehe jeden Tag gerne auf den Platz. Auch die Zusammenarbeit mit den Jungs erfüllt einen. Man sieht, dass sie was erreichen wollen. Deswegen sage ich ihnen immer, dass wir mehr tun müssen als die Profis, weil meine Spieler dahin wollen, wo die schon sind.

Die 1860–Reserve ist in drei Jahren Regionalliga Bayern immer unter den ersten Drei gelandet. Ist das Niveau zu halten?

Es wird nicht einfach, die Liga wird sehr ausgeglichen sein. Wir wollen uns wieder im oberen Drittel platzieren.

Wen erwarten Sie kommende Saison an der Spitze?

Regensburg und Bayern. Burghausen darf man auf keinen Fall unterschätzen, auch Illertissen nicht. Bei Unterhaching muss man abwarten.

Mit dem 30–jährigen Michael Kokocinski steht ein erfahrener Führungsspieler im Kader. Wer von den Jungen soll dazu Verantwortung übernehmen?

Die Etablierten wie Felix Weber oder Fabian Hürzeler. Bei Lukas Aigner, der erst aus der A–Jugend kam, merkt man, dass er dort Kapitän war und von der Persönlichkeit her schon relativ weit ist. Eine Hierarchie entwickelt sich immer erst im Laufe einer Saison, so ein bisschen kristallisiert sich das aber schon langsam heraus.

Wie viele Positionen sind noch offen eine Woche vor Saisonbeginn?

Erstaunlich viele. Auf manchen steht es wirklich Spitz auf Knopf, da entscheidet das letzte Testspiel und die letzte Trainingswoche.

Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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