Gibt es Gründe für den Klassenerhalt?

1860: Bilanz sogar noch schlechter als im Vorjahr

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Benno Möhlmann (r.) und Oliver Kreuzer haben eine Menge Arbeit vor sich.

München - Die Löwen steuern geradewegs auf Liga drei zu. Die aktuelle Bilanz ist sogar noch schlechter als in der Vorsaison. Dennoch gibt es berechtigte Hoffnung auf den Klassenerhalt.

In dieser Spielzeit hätte aus Sicht des TSV 1860 München alles besser werden sollen. Nach dem Kraftakt in der Vorsaison und dem Last-Minute Klassenerhalt in der Relegation gegen Holstein Kiel gingen der Verein und seine Anhängerschaft zumindest hoffnungsvoller in die aktuelle Runde. 

Neues Saison und altes Leid(en)

Doch auch diese geriet bislang zur absoluten Enttäuschung. Gerhard Poschner wurde zunächst vom Geschäftsführer Sport zum Sportdirektor degradiert, ehe er seinen Rückzug bekannt gab. Den Verantwortlichen gelang es nicht, den Klub in ruhiges Fahrwasser zu geleiten. Selbst die Vertragsverlängerung von Trainer Torsten Fröhling brachte nicht den erhofften Aufschwung. Der Löwen-Retter wurde Anfang Oktober von seinen Aufgaben entbunden. Platz 17 nach zehn Spielen und gerade einmal sechs Pünktchen ohne Ligasieg lautete Fröhlings Bilanz. 

Neuer Trainer und altes Leid(en)

Mit Benno Möhlmann soll einer der erfahrensten deutschen Trainer das Ruder rumreißen. Zudem wurde ihm im November mit Oliver Kreuzer ein fachkundiger sportlicher Leiter zur Seite gestellt. In jenem Monat schien es so, als könnten die neuen Verantwortlichen die Sechziger wieder auf Kurs bringen. Vier Spiele und stattliche acht Punkte waren die Ausbeute. Doch der Aufwärtstrend war schnell wieder verflogen. Es folgten drei Niederlagen in der 2. Liga und eine weitere im DFB-Pokal.

Neue Spieler und altes Leid(en)

Die Löwen überwinterten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dennoch gelang es dem Sportdirektor in Sascha Mölder, Maximilian Beister und Levent Aycicek drei Spieler mit Bundesliga Vergangenheit sowie in Goran Sukalo und Jan Mauersberger zwei erfahrene Zweitligaspieler zu verpflichten. Für einen Abstiegskandidaten sind diese Neuzugänge aller Ehren wert. Doch auch nach zwei Spielen im neuen Jahr bleibt nur Ernüchterung. Hatte das erste Spiel gegen Nürnberg (0:1-Niederlage)nach einer starken ersten Halbzeit noch Anlass auf Besserung gegeben, blieb nach dem Gastspiel bei Union Berlin (0:3-Pleite) nur Enttäuschung über die eigene Leistung. 

Bilanz sogar schlechter als in der Vorsaison

Sechs Pflichtspiele haben die Löwen mittlerweile in Folge verloren. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt nach dem 21. Spieltag bereits neun Punkte. Gerade einmal zwei Ligasiege stehen für die Blauen zu Buche. In der vergangenen Spielzeit wurde am 17.Februar nach dem 21. Spieltag Trainer Markus von Ahlen freigestellt. Sein Schnitt bei den Blauen betrug lediglich 0,8 Punkte pro Spiel. Immerhin belegten die Sechziger damals zumindest den Relegationsplatz, hatten vier Punkte und auch elf Tore mehr auf ihrer Habenseite. Eine Bilanz, die zusätzlichen Anlass zur Sorge bereitet. 

Zwar ist die Ausbeute von Möhlmann mit 0,92 Punkten pro Spiel besser als die seines Vor-Vorgängers, aber eben auch nur marginal. Zudem liegt die Crux derzeit in der Offensive. So hat der TSV seit drei Spielen überhaupt nicht mehr getroffen, dafür aber reihenweise Großchancen liegen gelassen.  

Aber das macht Hoffnung

Doch es gibt auch berechtigte Gründe, die Anlass zur Hoffnung auf den Klassenerhalt geben (#60bleibtdrin: Große Fan-Aktion gegen den Abstieg). Denn im Gegensatz zur turbulenten Vorsaison herrscht derzeit Ruhe. Der Verein ist enger zusammengerückt. Neu-Präsident Peter Cassalette hält sich mit öffentlichen Äußerungen zurück und Trainer Benno Möhlmann steht nicht zur Disposition. Was auch ein Verdienst von Oliver Kreuzer ist. 

Außerdem sind zwei Spiele zu wenig, um ein Fazit zur Qualität der Neuzugänge zu ziehen. Noch verbleiben 13 Partien und somit genügend Zeit, um die Neuzugänge zu integrieren und Punkte zu sammeln. Auch beträgt der Abstand zum SC Paderborn auf dem Relegationsplatz nur drei Punkte. Und die Löwen haben in der letzten Saison bewiesen, dass sie mit Druck umgehen können.  

Entscheidend für den Klassenerhalt jedoch ist, dass Benno Möhlmann seine Ausbeute von 0,92 Punkte pro Begegnung nach oben schraubt. 

deu

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