Vor dem Spiel gegen Fürth

Blaue Stürmermisere: Jetzt ist sogar Rodri ein Thema

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Minute 27 gegen Sandhausen: Hain humpelt verletzt vom Platz; später muss auch sein Vertreter Wolf runter.

München – Wegen vieler Verletzungen ist der Löwen-Angriff extrem ausgedünnt. Für das Spiel in Fürth ist sogar Rodri ein Thema.

Vor dem Spiel bei Greuther Fürth (Freitag, 18.30 Uhr) spitzt sich die Stürmernot beim TSV 1860 immer mehr zu. Bis vor wenigen Wochen bereitete diese Position den Löwen-Verantwortlichen noch die wenigsten Sorgen: Rubin Okotie stand bei 13 Saisontoren und führte die Torschützenliste an. Dies tut er zwar immer noch, gegen den FC Ingolstadt verletzte sich der Österreicher aber am Knie und fällt jetzt länger aus. „Wir müssen aufpassen, dass wir bei ihm keine Fehler machen“, gibt sich Löwen-Coach Fröhling weiterhin zurückhaltend.

Als Stellvertreter lief gegen den SV Sandhausen Stephan Hain auf – und humpelte schon nach 27 Minuten mit einer Oberschenkelzerrung verletzt vom Platz. Besonders bitter für ihn, kehrte er doch gerade erst von einer knapp einjährigen Zwangspause zurück. In etwa zwei Wochen kann Hain wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Fröhling will diesbezüglich aber nichts überstürzen. „Muskuläre Dinge sind immer sehr gefährlich“, erklärt der 48-Jährige, „auch eine leichte Zerrung kann schnell richtig schlimm werden“.

Als wären diese beiden Ausfälle noch nicht genug, erwischte es gegen Sandhausen auch noch Marius Wolf, der für Hain ins Spiel kam. Wegen eines Schlags aufs Sprunggelenk musste auch der 19-Jährige wieder runter. Zumindest bei ihm gibt es aber Entwarnung: Gestern lief er wieder, heute soll Wolf ins Mannschaftstraining zurückkehren. Genauso wie Fejsal Mulic, ein weiterer Stürmer, der zuletzt mit Blessuren (Rückenprobleme) zu kämpfen hatte. „Mulic hat die letzten Tage gut im Reha-Programm gearbeitet“, lobt Fröhling – eine ernsthafte Option für die Startelf gegen Greuther Fürth ist aber auch er noch nicht.

Rodri dagegen schon. Der Spanier laborierte seit Oktober an einer Sprunggelenksverletzung und zog sich zuletzt eine Zerrung zu. „Jetzt hat er aber keine Probleme mehr“, sagt Fröhling, „es kann sein, dass ich ihn gegen Fürth bringe“. Viele andere Möglichkeiten bleiben ihm ohnehin nicht. „Wir sind da vorne ja derzeit nicht so gebettet. Was die Mannschaft hergibt, das müssen wir machen“, erklärt Fröhling.

In Ingolstadt stürmte zeitweise Valdet Rama. Trotz mäßiger Leistung lieferte der Albaner immerhin eine Vorlage. „Wir haben ihn reingeschmissen, weil er wuselig ist und gerade gegen größere Leute ein gutes Dribbling hat“, erklärt Fröhling diesen Schachzug. Auch beim kommenden Gegner Fürth standen zuletzt mit Stefan Thesker und Benedikt Röcker zwei Hünen, die über 1,90 Meter messen, in der Innenverteidigung. Rama dürfte am Freitag also durchaus eine ernsthafte Option für das Sturmzentrum sein. Wäre da zu guter Letzt noch Krisztian Simon. Erst im Winter verpflichtet, stand der 23-Jährige gegen den FC St. Pauli zwar in der Startelf, seitdem aber gar nicht mehr im Kader. In der Hinrunde erzielte er in der ungarischen Liga immerhin sechs Treffer für den FC Ujpest. Krisztian Simon fühlt sich auf der Außenbahn aber wohler, ist nicht der Typ Mittelstürmer.

Zwei Trainingseinheiten bleiben Fröhling noch, um aus diesem Personalpuzzle einen brauchbaren Sturm für das Spiel in Fürth zu formen. Ohnehin hatten es Angreifer gegen die Franken zuletzt schwer: In den letzten sieben Partien kassierte Fürth nur vier Gegentore.

Nino Duit

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