US-Amerikaner vor dem Absprung

Wood bei 1860 unten durch, aber Hoffnungsträger bei Klinsi

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Bobby Wood steht bei den Löwen vor dem Absprung.

München - Während seine Kollegen ins Trainingslager reisen, trainiert Bobby Wood in München. Sein Abschied von 1860 steht so gut wie fest, dabei hält sein Nationaltrainer doch so große Stücke auf ihn.

Die Tage von Bobby Wood beim TSV 1860 sind gezählt. Der seit längerer Zeit aussortierte US-Amerikaner reist am heutigen Dienstag nicht mit den Löwen ins Trainingslager nach Marbella - sogar einige Nachwuchsspieler werden dem eigentlich so talentierten 22-jährigen Stürmer vorgezogen. Es sieht so aus, als würde der Abschied auf Raten noch in dieser Transferperiode vollzogen werden: Im vergangenen Herbst wurde der Hawaiianer aus disziplinarischen Gründen in die U21 versetzt, er soll sich respektlos gegenüber Co-Trainer Tapalovic geäußert haben. Jetzt soll und will Wood verkauft werden.

Wohin die Reise geht, ist allerdings noch offen. Erzgebirge Aue war an ihm interessiert, für Wood kam ein Wechsel aber nicht in Frage. Anderen Vereinen wie dem 1. FC Kaiserslautern oder dem belgischen Erstligisten Lierse SK sollen die 500.000 Euro Ablösesumme, die die Sechzger angeblich aufgerufen haben, zu hoch gewesen sein.

Noch sitzt Wood also zwischen allen Stühlen, doch immerhin hat der Angreifer wenigstens eine Konstante in seiner sportlichen Karriere: Die US-Nationalmannschaft. Im Team von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann spielt Wood eine gewichtige Rolle, sogar im Hinblick auf die WM im Jahr 2018 soll Klinsi den Noch-Löwen-Stürmer als wichtigen Baustein für seine Mannschaft sehen. Für Wood ist dieses Vertrauen ein Segen. "Es ist immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass man jemanden an seiner Seite hat, erst recht so jemanden wie Jürgen. Das hat mir mental bislang sehr geholfen, um positiv zu bleiben. Das versuche ich auch weiterhin. Hoffentlich gehen die Dinge für mich gut aus", sagte Wood jetzt bei "Goal.com".

Tatsächlich wird Klinsmann nicht müde, den Youngster in höchsten Tönen zu loben. "Bobby hat sehr viele gute Eigenschaften in seinem Spiel. Er ist ein guter Junge, der gut zuhört und Dinge aufnimmt. Er arbeitet hart, deshalb wollen wir ihm dabei helfen, sich weiter zu verbessern und seine aktuelle Situation in seinem Verein zu lösen", erklärte der Schwabe.

Die mentale Unterstützung seines Nationaltrainers hat Wood sicher. Jetzt muss nur noch das passende Angebot kommen, das sowohl den Löwen als auch dem Spieler passt. Einen neuen Stand gibt es hierbei allerdings nicht. "Hoffentlich ändert sich meine Situation bald. Ich versuche, darauf Einfluss zu nehmen, aber wir werden sehen. Es ist schwer, jetzt etwas zu meiner Zukunft zu sagen."

Immerhin hat Wood Zeit, mögliche Angebote zu sondieren. Während seine Profi-Kollegen im Trainingslager in Marbella weilen, trainiert er mit der zweiten Mannschaft in München.

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