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Catering-Prozess: Die Chronologie des Ärgers

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Das Catering in der Allianz Arena ist der Zankapfel
Das Catering in der Allianz Arena ist der Zankapfel © dpa

München - Die Niederlage im Catering-Prozess hat Manfred Stoffers dazu bewegt, als Geschäftsführer des TSV 1860 zurückzutreten. Wir zeigen die Chronologie des Ärgers um das teuere Stadionessen.

April 2006: Der FC Bayern übernimmt die Stadion-Anteile des TSV 1860. Damit sind die Löwen in der Allianz Arena nicht mehr Eigentümer, sondern Mieter. Aber: Der damalige 1860-Geschäftsführer Stefan Ziffzer belässt die Catering-Verträge, wie sie sind. Das bedeutet: Für diesen Posten müssen die Löwen pro Jahr rund zwei Millionen Euro ausgeben.

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11. Februar 2009: Manfred Stoffers wird Geschäftsführer des TSV 1860. Er ist im Verein ein alter Bekannter, war früher Boss von Löwen-Sponsor Festina.

Juli 2009: Der TSV 1860 bezahlt ab jetzt nicht mehr die volle Catering-Summe. Pro Spiel überweisen die Löwen 50.000 Euro weniger als vertraglich festgelegt. Präsidium und Aufsichtsrat der Löwen stehen geschlossen hinter dieser Entscheidung.

31. Oktober 2009: Bayern-Boss Uli Hoeneß macht die Sache öffentlich. Und: Er kündigt an, dass das Thema vor Gericht gehen wird.

Ende 2009: Die Stadion-Gesellschaft reicht Klage ein.

Februar 2010: Das Gericht befasst sich mit der Sache, kommt aber noch nicht zu einem Urteil.

24. März 2010: An diesem Tag hätte es eigentlich das Urteil geben sollen. Dazu kommt es aber nicht. Vertagung, um die Sachlage genauer zu prüfen. Stoffers ist überzeugt: „Das Urteil wird unsere Rechtsauffassung bestätigen. Es dauert halt nur ein paar Wochen länger.“

April 2010: Für das vorletzte Heimspiel der Saison bezahlen die Löwen überhaupt kein Geld mehr.

14. Juli 2010: Richterin Elisabeth Waitzinger entscheidet: Der TSV 1860 ist im Unrecht. Die Löwen müssen damit über eine halbe Million Euro nachzahlen. Exakt: 542 344 Euro plus Zinsen.

15. Juli 2010: Manfred Stoffers tritt zurück.

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