Christopher Schindler beerbt Julian Weigl

Jetzt spricht der neue Löwen-Kapitän

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Christopher Schindler ist neuer Kapitän bei den Löwen.

München - Er war der jüngste, und wohl auch der am kürzesten im Amt verweilende Kapitän in der Geschichte des TSV 1860 München: Julian Weigl. Jetzt meldet sich sein Nachfolger Christopher Schindler zu Wort.

Erst die Strafversetzung zur U21 und jetzt der nächste Hammer für Julian Weigl. Dem 18-jährigen Mittelfeldspieler wurde am Mittwoch von Trainer Ricardo Moniz die Kapitänsbinde abgenommen. „Weigl hat seine Chance gehabt“, erklärte der Holländer, „er hat sie nicht genutzt. Christopher Schindler ist der neue Kapitän.“ Am Sonntag beim Pokalspiel in Kiel hätte der Abwehrmann ohnehin die Mannschaft aufs Feld geführt, weil alle „Nachtschwärmer“, also auch Weigl, zu Hause bleiben müssen. Jetzt aber herrscht vollständige Klarheit: Schindler (24)wurde offziell zum neuen Kapitän für diese Saison bestimmt. „Wer sein Stellvertreter sein wird, weiß ich noch nicht“, sagte Moniz, „es wird aber ein deutscher Spieler sein.“ Möglicherweise Kai Bülow.

Julian Weigl durfte zu dem Thema gestern nicht Stellung beziehen. Er hat wie alle anderen Spieler, die am Tag nach der Niederlage in Kaiserslautern nachts unterwegs gewesen sind, Sprechverbot. Christopher Schindler dagegen durfte reden. „Natürlich ist das eine Ehre für mich, Kapitän zu sein“, sagte der gebürtige Münchner, der beim FC Perlach das Fußballspielen gelernt hat und seit 15 Jahren das Trikot des TSV 1860 trägt. „Schon in der Jugend bin ich einige Jahre lang Kapitän gewesen.“ Spürt er jetzt besondere Verantwortung? Schindler: „Bei uns muss jeder auf dem Platz Verantwortung nehmen, aber ich werde mein Bestes geben, um das Amt gut auszufüllen. Für uns alle ist jetzt einfach nur wichtig, dass wir wieder in die Spur kommen.“

Bilder: Hier schuften die degradierten Löwen mit der U21

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16 Feldspieler standen Ricardo Moniz am Mittwoch beim Training zur Verfügung, am Donnerstag wollte er auch noch den 21-jährigen Kongolesen Stephane Mvidubulu, einen Stürmer aus der U21, ins Training dazuholen. Mit Weigl, Adlung und Stark, an dessen Verpflichtung seine Ex-Vereine Darmstadt 98 und FSV Frankfurt großes Interesse zeigen, fehlen ihm ja drei suspendierte Spieler. Zu den Nachtschwärmern hatte Meisterlöwe Fredi Heiß eine spezielle Meinung. „Also wenn von uns damals alle Spieler, die unter der Woche unterwegs gewesen sind, bestraft worden wären, dann hätte am Samstag, von einigen braven Ausnahmen abgesehen, keiner gespielt…“

Nur kurz wollte Moniz dieses Thema noch streifen. „Das ist eine so enttäuschende Geschichte“, sagte er, „ich habe mit den Spielern auch nicht mehr gesprochen. Gesprochen wurde vorher genug.“ Kiel bezeichnete Moniz als „Scheißspiel“ und wollte damit ausdrücken, dass es eine ganz unangenehme Aufgabe sei. „Das wäre es auch, wenn wir die zwei Spiele in der 2. Liga nicht verloren, sondern gewonnen hätten…“

tz

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