"Wenn es eine realistische Chance geben sollte"

Pizarro-Flirt: 1860-Boss Rejek gibt noch nicht auf

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Claudio Pizarro.

München - "Wenn es eine realistische Chance geben sollte": Markus Rejek gibt beim Flirt mit Claudio Pizarro noch nicht auf.

Der Sonntag hat wieder einmal bestätigt, dass den tiefblauen Löwen-Fans alles schwer zu vermitteln ist, was im weitesten Sinne an den FC Bayern erinnert: Rote Stutzen gehen demnach gar nicht, noch weniger als rote Zahlen und die rote Laterne in der Tabelle (in deren Nähe man sich schon wieder bewegt). Anders verhält es sich offenbar mit Claudio Pizarro, 36, dem ausrangierten Stürmerstar des Stadtrivalen.

„Sofort zuschlagen!“, fordert Florian Z. im Internet, stellvertretend für viele Fans, die die Kontaktaufnahme mit dem Peruaner euphorisch kommentierten. „Das sag ich schon seit Wochen“, schrieb etwa Peter B.: „Pizza will in München bleiben und noch kicken, seine Frau und Kinder sind hier und sie fühlen sich wohl hier! Wäre eine echte Verstärkung und ein 101% Profi!“ Mark K. sieht es ähnlich, auch er würde dem erfolgreichsten ausländischen Torjäger der Bundesliga-Geschichte (176 Buden) den blauen Teppich ausrollen: „Das wäre ein Knipser, der weiß wo das Tor steht!“

Von so einem Knipser träumt auch Löwen-Trainer Torsten Fröhling. Und mit Markus Rejek hat nun erstmals einer aus der Chefetage zu dem Flirt mit dem Superstürmer Stellung genommen. „Wenn es eine realistische Chance geben sollte, würden wir uns natürlich sehr bemühen“, erklärte der Geschäftsführer, der hierarchisch seit kurzem über Sportchef Gerhard Poschner angesiedelt ist. Mit anderen Worten: Ein Wink des Peruaners genügt – und die Löwen würden wohl an ihre finanzielle Schmerzgrenze gehen. Auch Poschner bestritt auf Nachfrage nicht, sich mit Pizarro beschäftigt zu haben. Nicht bestätigt haben sich jedoch Gerüchte, dass Pizarro so gerne in München bleiben und weiter Fußball spielen möchte, dass er sogar bereit wäre, für eine bessere Aufwandsentschädigung in der 2. Liga aufzulaufen.

Wie wertvoll ein gestandener Torjäger sein kann, hat gerade Freiburgs Nils Petersen bewiesen, ein anderer Stürmer mit Werder- und FC-Bayern-Vergangenheit. Mit einem Hattrick gegen Nürnberg (den nächsten Auswärtsgegner des TSV 1860) sorgte er dafür, dass die Löwen als noch krasserer Außenseiter in ihr ersten Heimspiel am Samstag gehen werden.

Oder tut sich bis dahin noch etwas? Zurecht fragen sich viele Fans: Wenn 1860 schon bei etwas weniger prominenten Stürmern abblitzt (Mlapa, Hennings, Ya Konan), warum sollte sich dann gerade Pizarro locken lassen? „Hoffentlich reagiert Sechzig!“, brachte Roland R. das Sehnen des Anhangs auf den Punkt: „Aber wenn er zu hohe Ansprüche stellt und es nicht realisierbar ist?! Schade, es muss dann wohl auch ohne ihn gehen.“ 

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