Bayernliga kompakt

Dämpfer für TSV 1860 II - Wasserburg lässt Federn

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Frank Schmöller kassierte gegen seinen ehemaligen Verein eine Niederlage.

Der FC Pipinsried enteilt der Konkurrenz. Deisenhofen kann auch ohne Coach Sigurdsson gewinnen. Ismaning gelingt gegen die Junglöwen ein Befreiungsschlag. 

München – Der FC Pipinsried „rockt“ weiter die Bayernliga Süd. Der immer noch ungeschlagene Tabellenführer feierte am 14. Spieltag den elften Sieg in Serie und fertigte Jahn Regensburg II bereits am Donnerstag mit 5:0 ab. Die Treffer für das Trainer-Team Hürzeler/Muslimovic erzielten Dennis Hoffmann (5.), Pablo Pigl (23.), Steffen Krautschneider (45.), Amar Cekic (87.) und Kenan Muslimovic (89.). Nach dem Abstieg aus der Regionalliga hatten sich die Pipinsrieder enorm verstärkt und sind nun auf dem besten Weg zurück in die vierte Liga, wie auch das imposante Torverhältnis von 50:9 belegt.

Während sich Pipinsried an der Spitze immer weiter absetzt, ist der Kampf um Relegationsplatz zwei seit Sonntag erstg entbrannt. Durch einen 4:1-Heimerfolg über den TabellenzweitenTSV Wasserburgverkürzte der drittplatzierte TSV Schwabmünchenden Rückstand auf drei Zähler. Christoph Scheitzeneder konnte zwar zwischenzeitlich für die Wasserburger ausgleichen (17.), dennoch lag die Mannschaft von Trainer Leo Haas schon zur Pause mit 1:3 in Rückstand.

Dass es auch ohne Chef-Trainer geht, bewiesen derweil die Kicker desFC Deisenhofen. Hannes Sigurdsson weilte in seiner isländischen Heimat, um seine Trainerlizenz verlängern zu lassen. Der Bayernliga-Neuling setzte trotzdem seine positive Serie – mit zehn Punkten aus den letzten vier Partien – auch gegen den SV Pullachfort und Co-Trainer Thomas Werth hatte in Abwesenheit des „Chefs“ alles im Griff. Beim 3:1-Heimsieg trafen ebenfalls bereits am Donnerstag Michael Bachhuber (mit seinem zwölften Saisontor in der 40. Minute), Tobias Rembeck (46.) und Tobias Muggesser (52.).

TSV 1865 Dachau zum zweiten Mal ohne Gegentor

„Es war ein verdienter Sieg, weil wir im letzten Drittel zielstrebiger agierten“, meinte FCD-Manager Franz Perneker. Für die in allen Belangen unterlegenen Pullacher erzielte Leon Ritter (86.) den „Ehrentreffer“. Die Gäste kassierten damit die achte Niederlage in Serie und mussten bereits 40 Gegentreffer schlucken. Spielertrainer Alexander Benede, dem der Vorstand letzte Woche das Vertrauen aussprach, steht vor der anspruchsvollen Aufgabe, den drohenden Fall in die Landesliga abzuwenden.

Zuletzt forderte Fabian Lamotte, der Spielertrainer des TSV 1865 Dachau, „unsere hochkarätigen Chancen besser zu nutzen“. Doch auch gegen das Schlusslicht aus Nördlingen stockte erneut die Tormaschine. Überraschend mussten sich die Dachauer am Samstag auf eigenem Platz mit einer Nullnummer begnügen, blieben dabei aber zumindest zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentreffer.

Einen Befreiungsschlag landete unterdessen derFC Ismaning mit dem 3:1-Erfolg beim TSV 1860 II. Fünfmal in Serie war Mijo Stijepics Mannschaft zuvor sieglos geblieben. Gestern aber brachte Peter Schädler den FCI zunächst per Doppepack (13., 40.) mit 2:0 in Front und nachdem Marco Raimondo-Metzger für die Junglöwen verkürzen konnte (62.), gelang Andreas Brandstetter in der Schlussphase noch der Treffer zum Endstand (88.). Für 1860-Coach Frank Schmöller endete das Wiedersehen mit der eigenen Vergangenheit dadurch mit einem empfindlichen Dämpfer.

Von Juli 2009 bis Januar 2013 war der 53-Jährige in Ismaning tätig gewesen, der mittlerweile 40-jährige Stijepic bestritt als Aktiver unter keinem Trainer mehr Spiele als unter Schmöller (121). Gestern nun standen sie sich erstmals als Konkurrenten gegenüber. Mit dem besseren Ende für „Lehrling“ Stijepic.   

Text: Klaus Kirschner und Matthias Horner

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