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Löwen wollen Mannschaft verstärken

Bierofka fordert Sportdirektor und neue Spieler - doch da gibt es mehrere Probleme

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Sprechen über Verstärkungen und einen neuen Sportdirektor: Sechzig-Trainer Daniel Bierofka (l.) schaut derzeit häufiger bei Geschäftsführer Markus Fauser vorbei.

Bei Sechzig geht der Blick nach zwei Pleiten am Stück auf den Transfermarkt. Doch ob Trainer Daniel Bierofka die erhofften Verstärkungen bekommen wird? Der Trainer hat so seine Zweifel.

München - Das Sommermärchen ist vorbei, spätestens nach den beiden Niederlagen gegen Augsburg II und Bayern II dürfte auch den letzten Beobachtern klar sein, dass der Durchmarsch der Löwen in Liga drei keine gmahde Wiesn ist.

„Wir halten die Augen nach Spielern offen“, verweist Trainer Daniel Bierofka auf die Transferperiode im Winter. „Es ist aber nicht so leicht, in der Regionalliga Spieler zu bekommen. Wir haben uns schon bei vielen Spielern erkundigt. Die Berater sagen aber dann, in die vierte Liga will der Spieler nicht. Das ist unser grundsätzliches Problem. Sechzig ist schon ein Verein, der zieht - aber regional. Überregional gibt es noch andere Traditionsvereine, die für einen Spieler interessant sind.“

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Bierofka: „Junge Spieler wollen lieber in dritte oder zweite Liga“

Bierofka geht ins Detail: „Die jungen Spieler, die wir holen wollen, wollen lieber in die dritte oder zweite Liga. Bei den erfahrenen Spielern muss man aufpassen, dass man keinen Abzocker bekommt. Mittendrin bekommst du Spieler, die einen Bezug zum Verein haben - da hat man Chancen. Wie bei Steinhart, Ziereis, Mölders und Mauersberger. Alles andere ist in der Regionalliga nicht einfach.“

Nützlich könnte bei der Spielerfindung ein Sportdirektor sein. Diese Position ist beim TSV 1860 seit dem Aus von Thomas Eichin vakant. Bierofka hofft auf eine baldige Lösung. Sein Hilferuf: „Grundsätzlich bräuchte ich schon jemanden. Ich kann das gerne durchziehen. Ich mache das für den Verein. In Zukunft muss man aber schauen, dass man eine Instanz dazwischensetzt.“

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Gespräch wegen Sportdirektor gesucht

Mit dem Geschäftsführer hat Bierofka bereits gesprochen: „Ich habe Herrn Fauser das vorgeschlagen. Momentan schaut er, dass er die Strukturen dafür schafft, damit es passt.“ Im Sommer nach dem Doppelabstieg hätten andere Dinge Priorität gehabt. „Jetzt ist die Zeit zum Handeln“, sagt Bierofka. „Damit man ganz klare Wege hat und jeder weiß, was er zu tun hat. Und dann muss man auch noch den Richtigen finden, das ist eine ganz schwere Aufgabe. Sportdirektoren gibt es viele, du musst aber einen finden, der zum Verein passt.“

Allein in den vergangenen fünf Jahren hatten die Löwen mit Florian Hinterberger, Gerhard Poschner, Necat Aygün, Oliver Kreuzer und eben Thomas Eichin fünf Sportchefs. Der Absturz begann mit Poschner, dessen personeller Totalumbruch den Verein zu einem letzlich erfolgreichen Abstiegskandidaten machte.

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Eichin-Nachfolger kommt wohl nur im Aufstiegsfall

Dass Bierofkas Wunsch zeitnah erfüllt wird, ist wenig wahrscheinlich. Nach tz-Informationen sieht der Verein in der Regionalliga keinen Bedarf für einen Sportdirektor, auch die finanzielle Lage erlaubt keine großen Schritte. Erst ein Aufstieg, so heißt es, würde die Lage verändern.

Blau-graue Realität.

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ffu, lk

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