Dienstag geht‘s gegen Bayreuth

Bierofka fordert von seinen Löwen: Das Glück erbeißen

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Wertvolle Defensivstütze: 1860-Kapitän Felix Weber (r.) ist wieder fit.

Die Löwen können am Dienstag im Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth endlich die Herbstmeisterschaft perfekt machen. Dazu ist nach zuletzt zwei Niederlagen jedoch ein Umschwung nötig.

München - Es gibt bekanntlich verschiedene Wege zum Glück. Daniel Bierofka tendiert in dieser Hinsicht zu einer eher rustikalen Lösung: „Man kann sich das Glück erarbeiten - und vor allem erbeißen.“ Eine Feststellung, die der 1860-Trainer vor dem Heimspiel an diesem Dienstag gegen die SpVgg Bayreuth (14.05 Uhr) nicht zuletzt als Aufforderung verstanden haben will. Denn so richtig zugebissen hat der Regionalliga-Tabellenführer in den zurückliegenden Wochen nicht gerade. Erstmals in dieser zuvor so glorreich verlaufenen Saison verloren die Löwen zweimal hintereinander, und zwar gegen den Augsburg II (2:3) und FC Bayern II (0:1), der Vorsprung schmolz auf drei Punkte. Mit anderen Worten: Die Sechziger müssen endlich wieder gewinnen.

Dass die Blauen nach furiosen Monaten nun plötzlich unter Zugzwang geraten sind, ist für Bierofka keine große Überraschung. „Dass so eine Phase kommen wird, war mir fast klar“, sagte er, „diese Spieler sind ins kalte Wasser geschmissen worden. Ich habe von Beginn an gesagt: Wir müssen mit dieser Mannschaft Fingerspitzengefühl haben.“

Nur noch drei Punkte Vorsprung: FCI nutzt spielfreies Wochenende der Löwen

Bierofka will bei Gebhart kein Risiko eingehen

Schmerzlich vermisst wird zudem Spielmacher Timo Gebhart. Dessen Sehnen-Verletzung hat sich nun als langwieriger herausgestellt, als ursprünglich angenommen. Der 28-Jährige wird in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. „Es hilft ja nichts, wenn Timo das Risiko eingeht - und das Ding reißt ihm ab. Dann kann er im Endeffekt auch die Rückrunde vergessen. Eine Sehnenverletzung dauert einfach. Da muss man Geduld haben“, sagte Bierofka, der einst als Spieler einschlägige Erfahrungen gesammelt hat. Fehlen werden zudem Nicolas Andermatt (Schulterverletzung) und Nicholas Helmbrecht (zwei Spiele Sperre). Dagegen wird Kapitän Felix Weber nach mehrwöchiger Zwangspause voraussichtlich wieder in die Stammelf zurückkehren.

Grundsätzlich versucht Bierofka, die Lage relativ entspannt zu sehen. „Wir haben immer noch eine sehr gute Bilanz und die wollen wir ausbauen.“ Nur ein Punkt fehlt zur Herbstmeisterschaft. Ein Pseudo-Titel, für den sich der Coach nicht sonderlich interessiert: „Dafür kann ich mir nichts kaufen.“ Viel wichtiger sei die Gesamttendenz: „Wir müssen schauen, dass wir bis zur Winterpause stabil bleiben.“

Bayreuths Trainer tritt zurück

Die Gäste haben da ganz andere Sorgen. Nach exzellentem Saisonstart und Platz 2 nach neun Spieltagen legten die Franken eine rabenschwarze Serie von acht Niederlagen hin. Am Wochenende trat Trainer Marc Reinhardt zurück. Michael Hofmann, Ex-Löwen-Torhüter und gebürtiger Bayreuther, meinte: „Die Vorzeichen sind klar. Normalerweise sollte 1860 gewinnen. Druck haben aber beide Seiten.“

Auch Bierofka mutmaßt, dass den Seinen der Pflichtsieg schwerer fallen könnte, als es ausschaut: „Ein Sieg wäre eine Befreiung. Die Jungs brauchen jetzt die bedingungslose Unterstützung der Fans.“ Dann lässt sich das Glück auch leichter erbeißen.

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